Erfahrung oder objektive Schrift?

In den letzten Tagen hat sich immer wieder eine Diskussion auch außerhalb dieses Blogs entwickelt, welchen Stellenwert die persönliche Glaubenserfahrung im Vergleich zur objektiven Zusage der Schrift hat. Ich möchte dabei auf einen Artikel von Thorsten Brenscheidt hinweisen, der dazu Stellung nimmt. Interessant ist vor allem die Diskussion im Anschluss, wo beide Seiten zur Sprache kommen. Das Ganze findet ihr hier:
http://www.apologet.de/?p=5478

6 Gedanken zu „Erfahrung oder objektive Schrift?“

  1. Es bleibt dabei: Es geht nicht um ein entweder/ODER (wie die Überschrift suggeriert), sondern um die Frage, wie diese aufeinander bezogen werden müssen. Es müsste heißen: Erfahrung UND objektive Schrift – aber in welchem Verhältnis, das ist die Frage! Jede Leugnung der (subjektiven) Erfahrung auf der einen Seite bzw. der Schrift als (objektiver) Grundlage auf der anderen Seite ist falsch. Es geht um die Frage nach dem Verhältnis. Kommt ZUERST die Erfahrung oder ZUERST die Schrift? In meinem letzten Post habe ich auf Hallesby hingewiesen, der aus dem Pietismus kommt, der ja bekanntermaßen tendenziell eher die Erfahrung betont. Hallesby merkte jedoch schnell, dass nur die Schrift als Grundlage wirkliche Veränderung bringen kann. Das hat ihn jedoch niemals soweit gebracht, dass er nun nichts mehr auf die (subjektive und persönliche) Erfahrung gesetzt hat. So konnte er auch Jahre später noch Vorträge vor Studenten halten, die den subjektiven Titel „Wie ich Christ wurde“ trugen. Wir müssen beides haben und kommen an dem Spannungsfeld nicht vorbei. Doch eine Frage ist beantwortet: Die Frage, was ZUERST kommt. Es kommt immer zuerst die Schrift und dann die Erfahrung.

  2. Ich denke das genauso wie Walde es heir formuliert hat. Erst Schrift, dann Erfahrung.
    Kann überhaupt eine echte Erfahrung ohne Schrift kommen?? Ich denke nicht.

  3. @Walde: Ich hätte vielleicht eher „Erfahrung und/oder objektive Schrift?“ schreiben sollen, aber ich meine, dass das beim verlinkten Artikel und den dazugehörigen Kommentaren eigentlich deutlich werden sollte:-)
    @Dodo: Echte Erfahrung nicht, aber scheinbare, wie z. B. die „zweite Erfahrung“. Die Erfahrung kann auch überbewertet werden, im Grunde also eine Verdrehung der richtigen Reihenfolge!

  4. Bin auf jeden Fall auf der Seite von Brenscheidt. Erfahrung ja, aber nur auf Basis der Schrift. Das Problem ist ja auch, dass Erfahrung höchst subjektiv ist und deswegen total daneben gehen kann!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *