Der Fels aus Norwegen (3): Jesu Name nie verklinget

Konzentrationslager Grini
Die Biografie von Hallesby ist wirklich sehr spannend und weist zahlreiche lesenswerte Stellen auf. Doch erst auf Seite 242 wurde ich zu Tränen gerührt. Doch lest selbst, wie Hallesby von einem besonderen Geschehen berichtet, dass er während seiner zwei Jahre im Konzentrationslager Grini am Stadtrand von Oslo (1943-1945) erlebte:

„Das für Hallesby ergreifendste Geschehen im Lager Grini ereignet sich, als die Gefangenen Abschied nehmen von neun jungen Männern, die am Nachmittag des 4. Juli 1944 in die Todeszelle eingeschlossen werden und die man im Laufe der Nacht erschießen wird. Am Abend, nach Beendigung der Arbeit, versammeln sich die Gefangenen in großen Scharen vor dem Gebäude, in dem die zum Tode verurteilten untergebracht sind. Die neun jungen Männer stehen am Fenster und winken. Plötzlich öffnet sich das Fenster einer Baracke in der Nähe des Hauptgebäudes, und der Sänger Erikstad aus Kristiansand stimmt das Lied ‚Norwegen, mein Norwegen‘ an. […] Im Anschluß daran bekennen sich die Verurteilten oben am Fenster freimütig zu ihrem Glauben an den Erlöser, der ihnen wie im Leben so auch jetzt im Tod beistehen wird. Auf dem Hof vor den Todeszellen spricht niemand mehr, alle sind zutiefst bewegt. […] Dann erschallt, von den neun Märtyrern gesungen, das Lied über die Lager: […]

Jesu Name nie verklinget, ewiglich bleibt er bestehn. Jesu Name Ruhe bringet, Fried‘ und Freude wunderschön. Allen Menschen gilt sein Segen, allen die in Sündennot. Er ruft sie von bösen Wegen, führt die Seele hin zu Gott. Jesu Name ist mir teuer, heiß ist mir das Herz entbrannt. Dank sei dir, o mein Befreier, denn durch dich ich Rettung fand! (S. 241f., Liedvers etwas ergänzt)

Ein wunderbares Lied von einem wunderbaren Herrn!

2 Gedanken zu „Der Fels aus Norwegen (3): Jesu Name nie verklinget“

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