Der Friede Gottes

In der letzten Vorlesung über die historischen Grundlagen des Strafrechts hat Professor Wolfgang Schild einen Gedankengang angeregt, der mich noch länger beschäftigt hat: Er meinte, dass moderner Friede nur durch Gewalt gesichert werden könne und damit eigentlich in sich unschlüssig sei. Anders ausgedrückt: Der Frieden gilt nur für den, der bereit ist, selber Frieden zu halten. Im Falle des Friedensbruches fällt er aus dem Rahmen und darf mit Gewalt behandelt werden.
Mir kam sofort der Gedanke, wie unvollkommen doch menschliche Konstrukte sind und wie herrlich im Gegensatz dazu die Gedanken Gottes sind: Sein Friede ist vollkommen und wohnhaft in einem jedem Christen. Der Christ hält nicht mehr Frieden, weil er dazu gezwungen wird, sondern weil er Frieden halten darf und will. Und in der Ewigkeit wird dieser göttliche Friede zum endgültigen Zustand werden!

2 Gedanken zu „Der Friede Gottes“

  1. Ein Zitat, das den Gedankengang bestätigt. Es ist von unserem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU):

    „Wer anderen nach dem Leben trachtet, kann kein Mitleid erwarten“

    in Westfalen-Blatt vom 11.07.2011, Friedrich über den Umgang mit islamistischen Terroristen.

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