Das widerspenstige Ich

Ich lese gerade das Buch „Das widerspenstige Ich“ von Erwin Lutzer. Eine Passage ist mir aufgefallen, die uns eine kleine Hilfe sein kann. Das Buch behandelt das Thema Süchte und gibt einige Hilfestellungen, um davon loszukommen. Es ist übrigens sehr einfach geschrieben.

„Vor allen Dingen ist das Neue Testament ein Buch der Hoffnung. Es berichtet im Einzelnen, wie Gott seine Verheißungen erfüllte. Es gibt keine Sünde – nein keine einzige – an der sie notwendigerweise zerbrechen müssten. Gott hat auf dramatische Weise für einen Ausweg gesorgt: „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, sodass ihr sie ertragen könnt.“ (1, Korinther 10,13).
In diesem Vers erkennen wir zwei Tatsachen: Erstens kann man sich nicht darauf berufen, dass der eigene Fall einzigartig ist. Gewiss: Keine zwei Situationen sind sich völlig gleich, doch die grundsätzlichen Kämpfe gegen die Leidenschaft der Welt, Ihre sündige Natur und den Satan sind die gleichen Kämpfe, die auch andere zu bestehen hatten. Sie können sich mit der Tatsache trösten, das sie eine Versuchung erleben, der sich auch ein anderer gegenübersah und sie erfolgreich bezwang. Joseph ist der Lust nicht erlegen, Mose überwand den Stolz und Elia die Depression. Doch wie steht es mit Menschen, die tiefer sitzenden Sünden wie Abgötterrei, Ehebruch, Homosexualität, Trunksucht oder Kleptomanie verfallen sind? Die neutestamentliche Gemeinde in Korinth hatte solche Menschen in ihren Reihen, die von ihrer Sünde befreit wurden: „Und solche sind einige von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes.“ (1.Korinther 6, 11). Ihre Situation ist also nicht einzigartig. Jemand hat schon vor ihnen Ihr Problem gemeistert.
Zweitens bekräftigt Paulus, dass Gott ihnen die Mittel verleiht, mit allen Versuchungen fertig zu werden. Ein treuer Gott erwartet von ihnen nichts, was sie nicht vollbringen könnten. Er gibt ihnen auch die nötige Kraft dazu. Erinnern Sie sich an die Geschichte von der Schlacht zwischen den Kindern Israels und Amalek? Als die Zeit für die Schlacht herankam, sagte Mose: „…morgen will ich auf dem Gipfel des Hügels stehen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. … Und es geschah, wenn Mose seine Hand aufhob, so hatte Israel die Oberhand, und wenn er seine Hand ruhen ließ, so hatte Amalek die Oberhand. Und die Hände Moses wurden schwer. Da nahmen sie einen Stein legten diesen unter ihn, und er setzte sich darauf; und Aaron und Hur untestützten seine Hände, hier einer und dort einer; und so waren seine Hände fest, bis die Sonne unterging.“ Nach dieser Schlacht baute Mose „einen Altar und gab ihm den Namen: Der Herr, mein Banner!“ (2.Mose 17,9-15).

Ein Gedanke zu „Das widerspenstige Ich“

  1. Wirklich eine herrliche Zusage, die Gott uns durch Paulus im Korintherbrief gibt: „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, sodass ihr sie ertragen könnt“(1, Korinther 10,13)

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