Gute Gründe, die Gemeinde zu verlassen?

Nach langer Zeit gibt es bei Apologet wieder etwas Neues zu lesen. Er schreibt über gute und schlechte Gründe, eine Gemeinde zu verlassen. Vieles, womit wir in unseren Kreisen zu tun haben, muss man leider in die Kategorie „Schlechte Gründe“ stecken. Er schreibt:

„Misstrauisch sollte man immer dann (auch gegenüber der eigenen Person) sein, wenn sich die Begründung um eigene Befindlichkeiten dreht. Man den Pastor nicht mag, das Programm, die Musik oder Vergleichbares nicht passt.“

Der Liste der guten Gründe, die er anführt, stimme ich übrigens nur tendenziell zu. Ich finde, auch hier sollte man nicht zu schnell handeln und Treue erweisen. Wilhelm Busch zieht einen schönen Vergleich:

„„Es muss ja immer wieder gesagt werden, dass wir nicht daran denken, aus der Kirche auszutreten, solange das irgendwie noch angeht. Ich habe das gestern abend meinen Männern so gesagt: Wenn deine Mutter krank und entstellt wird, dann verlässt du sie nicht und suchst dir eine schönere, sondern pflegst sie mit doppelter Liebe. So geht es uns der Kirche gegenüber. Wir haben sie jetzt doppelt lieb, wo sie unter Räuber gefallen ist, und wo wir um sie ringen müssen.“ (Biographie Johannes Busch, S. 118)

Übrigens: Ich meine, wir können in dieser Hinsicht sehr dankbar sein!

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