Geld, Besitz und Ewigkeit (2): Der Zehnte

Das Kapitel über den Zehnten habe ich hier auf einige wenige Kernaussagen gekürzt. Es ist wirklich nicht einfach, weil er so viele gute Dinge schreibt.

Die Bedeutung des Zehnten
„Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch von den Früchten der Bäume, gehören dem Herrn; sie sind dem Herrn heilig“ 3 Mose 27, 30
Der zehnte gehört dem Herrn, erstreckt sich auf alles und ist heilig, d.h. muss abgesondert und Gott gegeben werden und darf für keinen andern Zweck verwendet werden.
Das geben des Zehnten war eine wichtige Aussage: „Wir geben dir, Herr unser Erstes und Bestes, denn wir erkennen an, dass alle guten Dinge von dir kommen.
Der Zehnte galt als das, was Gott gehörte. Folglich gaben die Leute nicht den Zehnten, sondern zahlten ihn dem Eigentümer aller Dinge zurück. Im AT werden auch „freiwillige Gaben“ betont (5.Mose 12,6.17). Diese waren freiwillige Leistungen über den Zehnten hinaus. Sie machten wahres Spenden aus, denn der Zehnte war ja eine Schuld, die an Gott zurückgezahlt wurde, und nicht an sich eine Gabe.
Der Zehnte war eindeutig und gegenständlich. Gott wünschte zwar, dass sein Volk ihm freudig gab, aber der Zehnte erforderte keine Herzensregung. Doch mit dem freiwilligen Geben war es ganz anders. Dazu gehörte die Freude eines Herzens, das von Gottes Gnade angerührt war.
Wenn Gläubige im AT beim Zehnten erst anfingen und nicht etwa dort aufhörten, warum sollten Christen dann geneigt sein, dort aufzuhören?
Al Mueller schrieb mir: „Wenn wir nicht bezüglich Gottes Eigentumsrecht unterrichtet worden wären, würden wir damit sehr zufrieden sein, jährlich 20 bis 30 Prozent unseres Einkommens zu spenden, und uns dabei sehr großzügig zu fühlen, wohingegen wir mit dem Rest tun und lassen was wir wollen. Seitdem wir um das Eigentumsrecht wissen, versuchen wir daran zu denken, dass wir darüber Rechenschaft ablegen müssen, was wir mit dem Geld machen, dass wir behalten. Wir streben nach der Gesinnung eines Haushalters und einer ewigen Perspektive.“
Das erklärte Ziel des Gebens des Zehnten ist: „…damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, allezeit zu fürchten“ (5.Mose 14,23). Der Zehnte hat den Zweck, Menschen zu lehren, Gott in ihrem Leben an die erste Stelle zu setzen. Weil das Geben der 10 Prozent die anderen 90 Prozent repräsentiert, symbolisiert das Geben des Zehnten die Hingabe des ganzen Lebens an Gott.
Sich von Geld zu trennen war für das Volk Israel kein Stück leichter, als es für uns ist. Tatsächlich waren die meisten von ihnen viel ärmer und arbeiteten ein gutes Stück härter für ihr Geld, als wir es tun. Als sie ihre eigenen Wege gingen, das Geben des Zehnten einstellten und freiwillige Gaben zurückbehielten, sagte Gott ihnen, dass sie ihn beraubten. Dann lud er sein Volk ein, ihn dadurch auf die Probe zu stellen, dass sie das Geben des Zehnten wiederaufnahmen und freiwillige Gaben geben sollten. Der Zehnte war eine göttliche Einladung, Gottes Verheißungen, uns zu versorgen, auf die Probe zu stellen(Mal 3,8-12). Das Geben des Zehnten beginnt als Pflicht, kann aber zum Vergnügen werden und zum freudigen freiwilligen Geben führen. Für die treuen Israeliten brachte es tausend Vorzüge mit sich, die geballten Fäuste zu öffnen und Gott hinzustrecken.
Ist es für uns heute in irgendeiner Weise anders?

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