Mit Ausharren laufen – Das bewahrende Wort Gottes

Die letzten Wochen und Monate haben wir als Lesezirkel immer wieder mit der Frage gerungen, was es konkret bedeutet, „mit Ausharren zu laufen“. Ich habe jetzt bei John Piper eine Aussage gefunden, die (mit) erklären kann, was das Ausharren der Gläubigen aus reformatorischer Sicht bezeichnet. Piper beschäftigt sich hier in diesem Zusammenhang mit der Rolle des Verkündigers:

Paulus schreibt in 2. Timotheus 2, 10: Darum ertrage ich alles standhaft um der Auserwählten willen, damit auch sie die Errettung erlangen, die in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit (Schlachter). Anders ausgedrückt: Dienst an den Auserwählten ist kein Zuckerguss auf dem Kuchen ihrer ewigen Heilssicherheit. Dieser Dienst ist das von Gott bestimmte Mittel, um sie beharrlich zu bewahren. Ewige Heilssicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt (Hebräer 3, 12-13) und die Predigt gehört zu Gottes rettender und bewahrender Kraft. Er beruft wirksam durch sein Wort und er bewahrt wirksam durch sein Wort.
Es gibt ein mechanisches Verständnis von ewiger Heilssicherheit, das jeglichen blutigen Ernst aus der allwöchentlichen Predigt heraussaugt. Doch von der Bibel her gesehen hängt das Beharren der Gläubigen von der ernsten Anwendung des von Gott dazu verordneten Mittels ab: von der Predigt des Wortes Gottes. Jeden Sonntag Morgen geht es um Himmel und Hölle – und das nicht nur, weil Ungläubige anwesend sein könnten, sondern auch, weil Christen gerettet werden, „sofern sie im Glauben fest bleiben“ (Kolosser 1, 23). Und der Glaube kommt – und bleibt – durch das Hören des Wortes Gottes im Evangelium (Römer 10, 17)

Piper stellt hier nicht das Ausharren der Gläubigen in Frage, aber er zeigt eindeutig auf, dass es vom Hören des Wortes Gottes abhängt. Ist das nicht eine herrliche Spannung?;-)

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