Gottes herrliches Wort

In der Biografie von Manfred Hellmann „Es geht kein Mensch über die Erde, den Gott nicht liebt – Das Leben Friedrich von Bodelschwinghs d. Ä.“ kommt die Liebe Bodelschwinghs zum Wort Gottes wie folgt zum Ausdruck (Bodelschwingh ist mit einem ungläubigen Freund unterwegs):

Die erste Wegstrecke wanderten sie zusammen mit Professor Auberlen und einigen Studenten bis zum Weißenstein, dann war er mit seinem Freund und dem gemeinsamen Schweigen allein. „Je schwerer mir selbst aber das Schweigen ward, desto köstlicher was es mir, morgens früh noch zeitiger als mein Freund aufzustehen und mit meinem Testament hinauszugehen in die Stille, wo es an verborgenen Kämmerlein hinter den Felsen und Klippen ja nicht fehlte.“
und weiter:
Bodelschwingh hatte sein neues Testament unterwegs einer Magd geschenkt. Als er alleine war, holte er deshalb jetzt ein kleines Buch mit seinen eigenen Dichtungen aus seiner Wandertasche. „Aber als ich eine Weile hineinschaute, kam mir im Vergleich zu dem, was Gott an köstlichen geistlichen Liedern geschenkt, mein Machwerk so elend vor, und auf der anderen Seite erschien mir die Gefahr, sich in solchen eigenen Erzeugnissen zu sonnen, so groß“, dass er das Buch mit einem Stein versah, und es „in die Tiefe des Sees schleuderte. Ich war froh, wieder ein Stück des alten Adams abgetan zu haben.“

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