Die christozentrische Predigt (2)

Zum Thema schreibt Mauerhofer weiter:

Steht der Text im neuen Testament, ist dies relativ einfach, weil Jesus und sein Erlösungswerk im Mittelpunkt des NT stehen. Alles im NT kann nur von diesem Zentrum her verstanden werden, deshalb wird es auch „Evangelium“ (Freudenbotschaft) genannt.

Und trotzdem bin ich mir sicher, dass selbst neutestamentliche Texte nicht auf Christus hin auslegt werden und vor allem anthropozentrische Denkmuster die Auslegungsbasis abbilden. Ich möchte z. B. an den Text aus Epheser 5 erinnern. Man kann ihn ganz frei von jedem Christusbezug als reinen Katalog für persönliche Verhaltensweisen predigen. Oder aber man beachtet den Kontext des gesamten Neuen Testaments allgemein und des Briefes im Besonderen und wird feststellen, dass Christus uns erwählt und damit erst die Grundlage für ein „christliches Leben“ geschaffen hat (siehe Epheser 1), und dass er uns durch die geistliche Waffenrüstung (Epheser 6) die Fähigkeiten im Glaubenskampf selbst zur Verfügung stellt. Das scheinen manchmal nur Nuancen zu sein – aber sie können persönliche Paradigmen wesentlich beeinflussen!

Ein Gedanke zu „Die christozentrische Predigt (2)“

  1. Amen! Ich denke, die oben beschriebene christozentrische Auslegung ist Grundlage für ein Leben, das vom Evangelium durchdrungen ist.
    Interessant wäre es zu wissen, ob Nichtchristen einen Unterschied bemerken, zwischen Leuten die in Epheser 5 einen „Katalog für Verhaltensweisen“ sehen und denjenigen die wirklich Christus im Blick haben.

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