Befreit leben – Was ist Menschenfurcht? (1)

Ich lese momentan das von Edward T. Welch verfasste Buch „Befreit leben. Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht„. Im ersten Kapitel nennt er Symptome, die für Menschenfurcht sprechen. Hier einige davon:

Sind Sie überengagiert? Fällt es Ihnen schwer, Nein zu sagen, obwohl die Vernunft Ihnen dazu rät? Dann leiden Sie unter „Gefallsucht“, einem anderen Begriff für Menschenfurcht.

„Brauchen“ Sie etwas von Ihrem Partner? „Muss“ er Ihnen zuhören? Sie respektieren? Seien Sie einmal ganz ehrlich. Sicher gefällt es Gott, wenn die Kommunikation zwischen den Ehepartnern funktioniert und man sich gegenseitig achtet. Doch für viele liegt die Wurzel für den Wunsch nach diesen Dingen an einer Stelle, die weit von dem entfernt ist, was Gott für seine Ebenbilder geplant hat. Solange Sie nicht wissen, nach welchen biblischen Maßstäben die Ehe funktionieren soll, werden Sie Ihren Partner fürchten. Er wird Sie beherrschen. Ganz unmerklich wird er Gottes Platz in Ihrem Leben einnehmen.

Müssen Sie jede Entscheidung hinterfragen und überlegen, was die anderen denken könnten? Haben Sie Angst vor Fehlern, die Sie in den Augen der anderen blamieren könnten?

Geraten Sie leicht in Verlegenheit? Wenn ja, definieren Sie sich wahrscheinlich über andere Menschen und ihre Meinung. Oder, um es biblisch auszudrücken, Sie erhöhen die Meinung anderer in einem Maß, dass Sie davon regiert werden.

Machen andere Menschen Sie oft wütend oder bedrückt? Machen sie Sie verrückt? Wenn ja, dann stehen sie wahrscheinlich im Kontrollzentrum ihres Lebens.

Ist Selbstbewusstsein für Sie ein Thema? Hier zeigt sich in unseren westlichen Ländern die Menschenfurcht am häufigsten. Wenn sich die Frage nach dem Selbstwertgefühl auch Ihnen immer wieder stellt, dann ist anzunehmen, dass Ihr Leben sich darum dreht, was andere von Ihnen denken. Sie achten oder fürchten Ihre Meinung. Sie brauchen Sie, um ihr Gefühl des Wohlbefindens und Ihre Identität zu stärken. Sie müssen Ihre innere Leere füllen.

in: Welch, Edward, Befreit leben. Von Menschenfurcht zu Gottesfurcht, 3. Auflage, Waldem 2010, S. 13f..

2 Gedanken zu „Befreit leben – Was ist Menschenfurcht? (1)“

  1. Er hat vollkommen recht, aber ich denke auch, dass man den Post in Zusammenhang mit „Johannes Busch (14) Feingefühl ohne Menschenfurcht“ sehen sollte.

    „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

  2. Es ist wie immer: Das Herz (Denken) ist das Entscheidende. Der zweite Punkt macht das deutlich: Man kann eine vorbildliche Ehe führen wollen, aber aus der falschen Motivation heraus. Aber genauso kann ich eine Predigt gut vorbereiten wollen, ohne dabei an mein Selbstbewusstsein oder andere Menschen zu denken, sondern einfach nur deshalb, weil ich Gott mit einer guten Predigt ehren möchte!

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