Beckstein: Kirche hat "Wächteramt"

Das Medienmagazin pro berichtet:

Günther Beckstein, CSU-Politiker, ehemaliger bayerischer Ministerpräsident und Vizepräses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) findet, die Kirche habe ein „Wächteramt“ in der Gesellschaft. Dabei gehe es um das Engagement für den Frieden, die Bewahrung der Schöpfung, bioethische Fragen oder den Einsatz für eine humane und solidarische Gesellschaft, in der die Würde des Menschen das oberste Gut ist. Es bedeute aber nicht automatisch, dass sich die Kirche auch in die politische Debatte einmischen müsse. „Ich kann es beim besten Willen nicht verstehen, wenn sich die Kirche zu einer Steuerreform äußert. Oder wenn sie sich dezidiert gegen die Kernenergie ausspricht“, schreibt Beckstein. Der Staat habe sich nicht der Kirche zu bemächtigen, sondern als Garant der Freiheit der Religion und des Glaubens aufzutreten. Und umgekehrt vergesse eine Kirche, die sich in den Bereich der weltlichen Macht begebe, ihre geistlichen Anliegen.

Ich kann Beckstein in dem, dass Christen durchaus auch eine politische Verantwortung haben und diese auch praktisch wahrnehmen sollten, nur recht geben. Das wirkungsvollste ist wohl das Gebet, aber auch praktisches Hinweisen auf Christus (wenn man das in diesem politischen Kontext so sagen darf) – wie auch immer – sollte nicht fehlen.

Was allerdings auch beachtet werden muss (Beckstein deutet es an) ist, dass Gemeinde und Staat verschiedene Aufgaben haben. Beispielsweise hat der Staat von Gott nicht die Aufgabe bekommen zu missionieren – das muss die Gemeinde tun.

Hier [war einmal] der vollständige Artikel von pro.

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