Rattenseele!

Ich las heute in dem Buch „Ein Jahr mit C.S. Lewis – 366 Inspirationen aus seinen Werken„. C.S. Lewis zeigt unsere Not und gleichzeitig die Lösung, die in Christus zu finden ist, auf:  

Offenbar sind auch im Keller meiner Seele die Ratten des Grolls und der Rachsucht ständig anwesend. Nun liegt aber dieser Keller außerhalb des Bereichs meines bewussten Willens. Meine Handlungen kann ich bis zu einem bestimmten Grad kontrollieren, doch über mein Temperament habe ich keine unmittelbare Kontrolle. Wenn, wie ich schon sagte, es mehr darauf ankommt, was wir sind, als was wir tun, wenn also unser Handeln das entscheidende Zeugnis für das ist, was wir sind, dann folgt daraus: Die Veränderung, die ich am dringendsten brauche, kann ich nicht durch eigene, direkte, von meinem Willen gesteuerte Anstrengungen hervorbringen
Und das gilt auch für meine guten Taten. Wie viele von ihnen wurden aus dem richtigen Motiv heraus getan? Wie viele aus Furcht vor der öffentlichen Meinung oder aus dem Wunsch, sich hervorzutun? Wie viele aus einer Art Überheblichkeit oder Eigensinn heraus, die unter anderen Umständen ebenso gut zu einer sehr schlechten Handlung hätten führen können? Aber ich kann mir nicht durch direktes sittliches Bemühen neue Motive schaffen. Schon nach den ersten Schritten im christlichen Leben erkennen wir, dass alles, was in der eigenen Seele getan werden muss, allein von Gott getan werden kann

aus: „Pardon, ich bin Christ“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *