Martyn Lloyd-Jones „privat“(5) – Lernen durch Fragen

Lloyd-Jones verwendete auf den Bibelstunden in seiner ersten Gemeinde immer wieder die gleiche Methode, um die Besucher zum biblischen Denken zu bewegen. Christopher Catherwood schreibt darüber:

[…] Also bat er die Männer und auch die Leute, die mittwochs abends in die Gemeinde kamen, wenn jemand eine Frage aufwarf, Schriftstellen darüber nachzuschlagen. Keine andere Quelle war erlaubt. Was sagte die Schriftstelle tatsächlich über etwas aus? Wie passte es in den größeren biblischen Zusammenhang hinein? Erst dann konnte das allgemeine Prinzip daraus abgeleitet und auf das persönliche Leben angewandt werden.

Allerdings ließ er die Leute in ihren Überlegungen nie alleine, sondern lenkte die Unterhaltung immer wieder durch eigene Einwürfe in die richtige Richtung:

Er bemühte sich, die Leute die Logik ihrer Schlussfolgerungen erkennen zu lassen und ihnen, wenn nötig, aufzuzeigen, wo sie falsch lagen. Er verfügte selbstverständlich über eine beachtliche Bibelkenntnis und konnte daher stets die Diskussionen in die rechte Bahn lenken. Viele von denen, die den Doktor kannten und durch ihn Hilfe erfuhren, konnten sagen, dass ihnen häufig am meisten durch die Tatsache geholfen worden sei, dass er ihnen beigebracht habe, wie sie biblisch denken könnten.

Diese Methode, so scheint es mir, ist es wert, auch heute noch in Hauskreisen, Kleingruppen, unter Freunden, etc. beachtet zu werden. Damit noch viele (und wir alle) lernen, biblisch zu denken!

aus: Catherwood, Christopher, Martyn Lloyd-Jones „privat“. Ein Familienportrait, Waldems 2010, S. 43.

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