Nächstenliebe

Für heute, den 09. September, findet sich in dem Buch „Ein Jahr mit C. S. Lewis – 366 Inspirationen aus seinen Werken“ folgendes:

„Christliche Liebe“ oder „Nächstenliebe“ wird heute oft gleichgesetzt mit „Almosen geben“ oder „wohltätig sein“. Natürlich ist dieser Sinn auch darin enthalten, die ursprüngliche Bedeutung ist aber viel umfassender.
Wie es zu der heutigen Bedeutungseinschränkung hat kommen können, ist leicht zu verstehen. Wenn ein Mensch „seien Nächsten liebt“, dann zeigt sich das nach außen auch daran, dass er den Armen etwas gibt. Und so warfen die Menschen Wohltätigsein und christliche Nächstenliebe in einen Topf und sprachen ganz von „Wohltätigsein“, wenn sie christliche Liebe meinten. Genauso ist es zum Beispiel bei der Poesie. Das Auffälligste an der Dichtung war immer der Reim, und so meinen die Leute heute, wenn sei von Poesie sprechen, einfach etwas Gereimtes.
„Nächstenliebe“ bedeutet „Liebe im christlichen Sinne“. Liebe im christlichen Sinn ist aber kein Gefühl, sondern ein Akt des Willens. Sie entspricht der sachlichen Liebe, mit der wir uns selbst begegnen und die wir den anderen gegenüber lernen müssen

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