Gebet für ein der Lehre entsprechendes Leben

Als ernsthafte Christen möchten wir Gottes Gebote halten. Für uns ist klar, dass in ihnen die Grundlage für ein hochwertiges geistliches Leben liegt, was wiederum Gott die entsprechende Ehre gibt. Und doch sehen wir oft eine große Diskrepanz zwischen Lehre und Leben – bei Anderen und bei uns persönlich. Die Sehnsucht, Gottes Wort wirklich zu halten, findet sich auch in der Bibel. In Psalm 119, 5 heißt es:

O dass mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte!

Spurgeon schreibt in seiner Auslegung dazu:

Auch in der Wahl dessen, worum wir beten, sollen wir uns von Gottes Wort leiten lassen. Aus uns selbst vermögen wir nicht, seine Rechte so zu halten, wie er es von uns verlangt und wie wir selbst gern möchten: was bleibt uns für ein Mittel als das Gebet? Wir müssen den Herrn bitten, seine Werke in uns zu wirken, sonst werden wir nie seine Befehle ausführen können. Dieser Vers ist ein Seufzer im Bewusstsein der Schuld, denn der Psalmist fühlt, dass er Gottes Rechte nicht mit ganzem Ernste gehalten hat; sodann ist er ein Seufzer im Bewusstsein der eigenen Schwäche, ein Hilferuf zu dem, der helfen kann, ein Angstruf des Verirrten nach einem Führer; es ist aber auch eine Bitte des Glaubens aus einem Herzen, das den Herrn liebt und vertrauensvoll auf seinen gnädigen Beistand hofft. […] Wir hätten mehr Täter des Wortes, wenn wir mehr Beter hätten, mehr Seelen, die seufzen und rufen um den göttlichen Gnadenbeistand zu solchem Tun.

 

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