J.R.R. Tolkien über die Freundschaft zu C.S. Lewis

C.S. Lewis, der Autor der Chroniken von Narnia und J.R.R. Tolkien, der Autor von Der Herr der Ringe, sind für ihre gegenseitige Freundschaft bekannt. Tolkien war auch derjenige, der Lewis in Bezuf auf das Christentum herausforderte. Ich stelle mir die langen Abende und Nächte, in denen die beiden (mitunter auch mit weiteren Freunden) über Mythologie, das Christentum und die Beziehung von Mythos und Evangelium sprachen, herrlich vor. Alan Jacobs schreibt, dass „Tolkiens Frau Edith […] rasch lernen [musste], ihren Mann nicht vor Schlafenszeit zu erwarten, wenn er den Aband mit Jack Lewis verbrachte.“ Während des langen Prozesses wurde Lewis schließlich Christ. Tolkien vertraute seinem Tagebuch folgendes an:

Die Freundschaft mit Lewis entschädigt für vieles, und außer, dass sie mir beständig Freude und Trost gespendet hat, hat mich auch der Kontakt mit einem Mann sehr bereichert, der zugleich ehrlich, tapfer, intellektuell – ein Gelehrter, ein Dichter und ein Philosoph – und – wenn auch erst nach einer langen Pilgerfahrt – ein Liebhaber unseres Herrn ist!

Schön gesagt, finde ich! Ich glaube, wir sollten von der Freundschaft der beiden lernen (und manchmal auch von dem Niveau ihrer Unterhaltungen). Das göttliche Geschenk der Freundschaft wird, glaube ich, oft unterschätzt. Und was mir noch gefällt: obwohl Lewis – im Gegensatz zu Tolkien – nicht der katholischen Kirche angehörte, spricht Tolkien von einem „Liebhaber unseres Herrn“. Theologische Unterschiede sollten nicht minimiert werden, aber das Verhältnis zum anderen Christen sollte doch darüber definiert werden, ob er „ein Liebhaber unseres Herrn ist“.

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