Ballonchrist oder Backsteinchrist?

In der neuesten Ausgabe der Ethos las ich kürzlich folgenden Vergleich, der beim oberflächlichen Betrachten zum Schmunzeln anregt, aber – wie ich finde – sehr ernst zu nehmen ist:

Ballonchristen füllen die Räume, sind sehr beweglich und weich. Sie sind meist ziemlich aufgeblasen (1. Kor. 5, 2), bei zu viel Druck wird es ihnen schnell zu eng. sie haben kein großes Gewicht, sind rund und bunt. Einige platzen, wenn der Druck zu hoch ist. Andere heben schnell ab oder werden vom Wind verweht. Sie wirken dunnhäutig. Manchen geht schnell die Luft aus. Etliche haben eine Botschaft aufgedruckt, aber wenn sie etwas bezeugen sollen, kommt heiße Luft. Man sieht sie oft, wenn Feste gefeiert werden. Sie sind anfällig für jeden Wind der Lehre (Eph. 4, 14). Mit den Jahren verlieren sie ihre Form und schrumpfen zusammen. Darf man fragen, sind sie wirklich Christen? (Matth. 7, 21).

Backsteinchristen sind wirklich anders. Sie schließen die Lücken. Viele nehmen mit der untersten Stufe Vorlieb. Sie halten hohem Druck stand und tragen die Last anderer. Sie haben Ecken und Kanten, behalten ihre Form und bleiben treu an ihrem Platz. Sie verstehen sich als lebendige Bausteine, wollen nicht auffallen und sind hitzeerprobt. Sie freuen sich über die Verbundenheit mit anderen Backsteinen. Sie halten zusammen durch den Mörtel der Liebe. Sie haben ihr Fundament in dem großen Eckstein (1. Petr. 2, 7). Ihre größte Freude ist, mit anderen tragfähig zu sein zur Ehre ihres Baumeisters. Sie sind lebendige Steine, ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum.

VD: JL

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