50. Todestag von C.S. Lewis

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Gestern, vor 50 Jahren, starb der irische Literaturwissenschaftler und Schriftsteller C.S. Lewis – von seinen Freunden einfach nur „Jack“ genannt. Heutzutage wird er von vielen geliebt und gelesen und ich bin froh auch zu seinen Lesern zu gehören.

Lewis wurde mit ca. 14 Jahren Atheist. Während seiner Laufbahn in Oxford gewann er allerdings christliche (oder zumindest theistische) Freunde, von denen J.R.R. Tolkien, der Autor von Der Herr der Ringe, einer der wichtigsten war. Nachdem viele von seinen philosophischen Vorurteilen und Einwände gegen das Christentum beseitigt waren (der Weg ist in Überrascht von Freude nachzulesen), war es letztendlich die Macht der von Lewis so geliebten Geschichten, die Macht der Mythen, die Lewis auf seinem Weg zum Glauben  entscheidend prägten. (Das was Tolkien ausgiebig in seinem Essay On Faery Stories ausbreitet, fasst Tim Keller hier wirklich ausgezeichnet zusammen – unbedingt anhören!).

Schließlich vertraute sich Lewis Christus an und begann kurz danach seine Laufbahn als christlicher Schriftsteller. Während des 2. Weltkrieges sprach er seinem verwundeten Land über den Radiosender BBC Hoffnung zu (Pardon, ich bin Christ entstand auf diese Weise) und sein ganzes Leben lang prägte er Menschen – entweder durch seine Bücher oder seine umfangreiche Korrespondenz, in der er sich um einzelne, verwundete Seelen kümmerte und Hilfe leistete.

Ich danke Gott, für das Vermächtnis und den Schatz den wir in Lewis Schriften haben. Ob es nun Die große Scheidung, Die Chroniken von Narnia, oder die Dienstanweisungen an einen Unterteufel sind – Lewis prägt. Und eins stelle ich immer wieder fest, wenn ich an C.S. Lewis denke: ich lese ihn noch zu wenig.

2 Gedanken zu „50. Todestag von C.S. Lewis“

  1. Ich muss sagen, dass ich persönlich Lewis und die Werke, die ich von ihm kenne, wirklich schätze. Auch seine Art und Weise zu denken beeindruckt und inspiriert mich immer wieder. Aber trotzdem gibt es auch kritische Töne, die nicht unter den Tisch fallen sollten: So hatte zum Beispiel schon John MacArthur über Lewis gesagt, er würde eine ungesunde Ökumene fördern. In der beim Betanien-Verlag erschienenen Biografie über MacArthur heißt es über Lewis, dass „der deutsche Titel von „Pardon, ich bin Christ“ ursprünglich eigentlich „Christentum schlechthin“ lautete und 1959 beim katholischen(!) Verlag Herder erschienen war. Den englischen Titel konnte man sowohl als „Christentum schlechthin“ oder aber auch als „Minimal-Christentum“ verstehen. Auf letztere Bedeutung spielte MacArthur in polemischer Zuspitzung, aber durchaus berechtigt, an: Lewis vertrat nämlich – was in den deutschen Ausgaben seiner Werke oft nicht deutlich wird – eine katholisierende und mystisch-ökumenisierende Denkweise, welche die Unterschiede zwischen den Konfessionen verwischt und den christlichen Glauben auf einen Minimalkonsens reduziert.“ (Murray, Iain, John MacArthur. Dienst am Wort und an der Herde, S. 180).

    1. @Helmut: Ich stimme deiner Anmerkung durchaus zu und möchte auch nicht den Anschein erwecken, dass ich Lewis für unfehlbar halte – aber, genau wie du, prägend und inspirierend. Und man kann viel von ihm lernen.

      Ich empfehle dir (und auch allgemein) folgende Predigt von John Piper über C.S. Lewis: http://www.desiringgod.org/resource-library/biographies/lessons-from-an-inconsolable-soul (die Predigt kann man unter diesem Link hören und/oder LESEN)
      John Piper führt zu Beginn einige Kritikpunkte bei Lewis auf und macht auch klar, dass Lewis oft ähnliche Fehler wie die liberale Theologie macht, aber Piper zeigt auch auf, was Lewis RADIKAL von liberalen/emergenten Theologen unterscheidet und was ihn in eine andere Welt „versetzt“: seine Verteidigung von absoluter Wahrheit und die Kombination derselben mit der Freude. Empfehlenswert!

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