Der Götze Werksgerechtigkeit

Die folgenden Worte schrieb Martin Luther 1527. Luther stellt treffend fest, dass Werksgerechtigkeit nichts anders als Götzendienst und eine Degradierung Gottes ist:

Außerdem ist auch das ein falscher Gottesdienst und die höchste Abgötterei, was wir bisher getrieben haben und was noch in der Welt regieret, darauf auch alle geistlichen Stände gegründet sind, welche allein das Gewissen betrifft, dass da Hilfe, Trost und Seligkeit in eigenen Werken suchet, sich vermisst, Gott den Himmel abzuzwingen, und rechnet, wie viel es gestiftet, gefastet, Messe gehalten hat usw. Verlässt sich und pochet darauf, als wolle es nichts von ihm geschenkt nehmen, sondern es selbst erwerben oder im Übermaß verdienen, gerade als müsste er uns zu Dienst stehen und unser Schuldner, wir aber seine Lehnsherren sein. Was ist das anders, als aus Gott einen Götzen, ja einen Apfelgott gemacht und sich selbst für Gott gehalten und aufgeworfen?

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