„Wie heißt du?“

Bibelleser kennen die Begebenheit aus Jakobs Leben, wo er mit Gott ringt und einen Segen verlangt (1. Mose 32). Ravi Zacharias weist auf eine interessante Lektion hin, die dieser Abschnitt enthält. So habe ich das noch nicht gesehen:

Gottes Absicht mit dieser Fragestellung enthält eine Lektion für uns alle, die zu tiefgreifend ist, um sie zu ignorieren. […] Durch seine Bitte um Gottes Segen wird Jakob durch Gottes Frage gezwungen, erneut die Zeit zu durchleben, als er das letzte Mal um einen Segen gebeten hatte, nämlich den, den er seinem Bruder wegnahm.

Als Jakob das letzte Mal nach seinem Namen gefragt wurde, war die Frage von seinem irdischen Vater gekommen. Jakob hatte damals gelogen und gesagt: „Ich bin Esau“, und somit den Segen gestohlen. Jetzt befand er sich nach vielen verschwendeten Jahren, in denen er sich immer ängstlich umdrehen und auf der Hut sein musste, vor einem allwissenden, alles sehenden himmlischen Vater und verlangte wieder nach einem Segen. Jakob verstand voll und ganz den Grund und die Anklage hinter Gottes Frage, und er antwortete: „Ich heiße Jakob.“

„Wohl wahr“, sagte Gott, „und du weißt auch genau, was dein Name bedeutet. Du bist ein doppelzüngiger Mensch, der jeden betrügt, dem er begegnet. Aber nun, da du dein wahres Ich erkennst, kann ich dich verändern, und ich werde ein großes Volk aus dir machen.“

– Ravi Zacharias: Kann man ohne Gott leben?, 2005, S. 187f.

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