Tim Keller: Faith is Reason

Heutzutage müssen sich Christen, aber auch generell Gläubige, oft den Vorwurf anhören, dass sie lediglich „glauben“ würden, das „Denken“ hingegen sträflich vernachlässigten. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen ehemaligen Lehrer, der Schüler, insofern sie ihre Antwort mit „ich glaube“, begannen mit zurechtweisenden Worten in die Kirche verwies: „Glauben kannst du in der Kirche! Hier (im Unterricht) wissen wir.“
Haltbar ist dieser Gedankengang natürlich nicht, trotzdem ist er weit verbreitet. Interessanterweise ist der Grund, warum die Vorstellung einer Diskrepanz von Glauben und Denken in vielen Köpfen kursiert, nicht zu viel, sondern zu wenig Denken.
Tim Keller erklärt hier, dass christlicher Glaube nicht nur „kompatibel“ mit rationalem Denken ist, sondern dass rationales Denken essentiell für den Glauben ist und letztendlich zu Jesus Christus führt, ohne den jegliches Weltbild in Verzweiflung endet.

 

3 Gedanken zu „Tim Keller: Faith is Reason“

  1. Ich wäre dir dankbar, wenn du die Aussage
    „dass rationales Denken essentiell für den Glauben ist und letztendlich zu Jesus Christus führt“ im Zusammenhang mit
    1.Korinther 1,17ff. etwas erläutern würdest.

  2. @William: ich denke die Ausführungen von Schaeffer / Kubsch sind sehr hilfreich.
    Trotzdem, du schneidest eine spannende Sache an: erst kürzlich haben wir mir einigen Freunden über die ersten Kapitel von 1.Korinther gesprochen und uns gefragt, warum das Evangelium, welches Paulus als einfache Botschaft (sogar als Torheit) darstellt, die durch das Wirken des Geistes selig macht, intellektuell und rational jedes andere Denksystem und jede andere Weltanschauung weit übertrifft.
    Ich denke Paulus macht klar, dass es definitiv der Geist ist, der uns das Evangelium erleuchten muss. Somit ist es nicht die Vernunft, die zum Glauben führt, sondern der Geist. Vernunft ohne Geist führt zu nichts, aber Geist und Vernunft sollte man nicht trennen.

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