Christus allein

Washer: Gebetsarmut als große Gefahr für die jungen Reformierten

Ich hörte mal einen Freund sagen: „Wenn du einen Christen demütigen möchtest, frage ihn nach seinem Gebetsleben.“ Ich glaube, dass an dieser Aussage was dran ist. Das Gebet ist für den Gläubigen unerlässlich. Wir werden in der Schrift immer wieder dazu aufgefordert, beharrlich im Gebet zu sein und ohne Unterlass zu beten (Röm 12,12; 1The 5,17). Gerade deshalb ist es eine der umkämpftesten Disziplinen. Das hört man immer wieder, wenn man z.B. in Gebetsstunden Anliegen zum Gebet austauscht.

Paul Washer bezeichnet in folgendem Video diese Gebetsarmut als größte Gefahr für die jungen und in der Theologie reformierten Christen. Ein Satz hat mich besonders getroffen:

„Die meisten der älteren Glaubensmänner mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, dass sie es nicht so sehr bedauerten, nicht genug studiert zu haben, sondern nicht genug gebetet zu haben.“

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Ein Kommentar

  1. Danke für diesen ernüchternden Beitrag Jürgen!!

    Ich las kürzlich ein Zitat von Luther: „Wenn Gott dich nicht erhören wollte, würde er dich nicht beten heißen…“
    Gott lässt uns beten, weil er dem Gebet eine große Macht und Wirkung zuschreibt. Und doch sieht unser Gebetsleben oft eher so aus, als hätten wir keine Verheißungen Gottes und als hätte das Gebet keine Kraft…
    Eine Grund, den man oft zu hören bekommt, wenn es darum geht sich in Gebetskreisen, Gebetsnächten oder einfach zu Gemeindegebetsstunden zu versammeln, ist häufig die mangelnde Zeit. Und da frage ich mich, ob wenn Christen und insbesondere geistliche Leiter und Autoritäten, so viel zu tun haben, dass keine Zeit für Gebet bleibt, sie nicht eindeutig zu viel tun?
    Eigentlich jede große Erweckung ging einher mit viel Gebet. Eigentlich jeder „große“ Mann Gottes war ein großer Beter. Das wird gerade an der Herrenhutter Erweckung unter Graf Nikolaus von Zinzendorf so deutlich sichtbar: Gott wirkt wenn wir beten; nicht, weil er von uns abhängig ist, sondern einfach weil er durch Gebet wirken will.
    Und ich glaube, dass wenn wir wieder Erweckung erleben wollen, im persönlichen Leben, in unseren Gemeinden und in unserem Land, wieder Männer aufstehen müssen, „die an allen Orten beten und heilige Hände aufheben…“ Die erkennen, dass Gebet viel mehr bewirken kann, als jede menschliche Anstrengung und die bereit sind, geistliche Kämpfe auf Knien auszutragen.

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