Schlagwort-Archiv: Wolfgang Nestvogel

Konferenz mit Alexander Seibel und Wolfgang Nestvogel

Die Bruderschaft Schaumburg lädt für das kommende Wochenende (02.11.) zu einem Tagesseminar mit Wolfgang Nestvogel und Alexander Seibel ein. Das Thema lautet “Christlicher Glaube und End-Zeit-Geist”. Folgende Themen stehen auf dem Programm:

“Erfüllte Prophetie in unserer Zeit” (Alexander Seibel)

“Was ist „Emerging Church“?” (Wolfgang Nestvogel)

“Brennpunkt: Israel” (Alexander Seibel)

Die Veranstaltung findet im Gemeindehaus Luhden (zwischen Porta Westfalica und Rinteln) statt. Weitere Informationen gibt es hier. Um Anmeldung wird gebeten.

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Neue Predigtreihe über den Römerbrief

Der Römerbrief ist einer der wichtigsten und bedeutendsten Briefe des Neuen Testaments. Er enthält viele wichtige Hinweise und Erklärungen zum Evangelium und der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Erfreulicherweise wird es zu diesem so wichtigen Brief in Zukunft eine Predigtreihe in der BEG Hannover geben. Wolfgang Nestvogel startet am kommenden Sonntag mit der Einführung in den Römerbrief, um ihn dann Sonntag für Sonntag fortlaufend auszulegen. Soweit ich weiß, sind die Predigten in der Regel schon am frühen Sonntagnachmittag über die Homepage der Gemeinde zugänglich.

Ich kann die christozentrischen, gut strukturierten und exegetisch sauber erarbeiteten Predigten von Dr. Nestvogel nur empfehlen. Wer Interesse an guter Lehre und geistlichem Schwarzbrot hat, wird hier mit Sicherheit nicht enttäuscht werden!

“Neither have you tasted my Jesus!”

Gestern hatte ich, zusammen mit zwei Freunden, das Vorrecht den Bibeltag der BEG-Hannover zu besuchen. Wolfgang Nestvogel erzählte zum Predigtbeginn eine wunderbare Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Ich habe die Geschichte hier in englischer Sprache wiedergefunden:

At the University of Chicago Divinity School each year they have what is called “Baptist Day.” On this day each one is to bring a lunch to be eaten outdoors in a grassy picnic area.  Every Baptist Day the school would invite one of the greatest minds to lecture in the theological education center.

One year they invited Dr. Paul Tillich. Dr. Tillich spoke for two and one-half hours proving that the resurrection of Jesus was false. He quoted scholar after scholar and book after book. He concluded that since there was no such thing as the historical resurrection, the religious tradition of the church was groundless, emotional mumbo-jumbo, because it was based on a relationship with a risen Jesus, who, in fact, never rose from the dead in any literal sense.

He then asked if there were any questions. After about 30 seconds, an old, dark skinned preacher with a head of short-cropped, woolly white hair stood up in the back of the auditorium. “Docta Tillich, I got one question,” he said, as all eyes turned toward him. He reached into his sack lunch and pulled out an apple and began eating it. “Docta Tillich” . . . CRUNCH, MUNCH. “My question is a simple question.”  CRUNCH, MUNCH . . . “Now, I ain’t never read them books you read . . . CRUNCH, MUNCH, and I can’t recite the Scriptures in the original Greek. I don’t know nothin about Niebuhr and Heidegger.” . . .  CRUNCH, MUNCH . . . He finished the apple. “All I wanna know is: This apple I just ate – was it bitter or sweet?”

Dr. Tillich paused for a moment and answered in exemplary scholarly fashion, “I cannot possibly answer that question, for I haven’t tasted your apple.”  The white-haired preacher dropped the core of  his apple into his crumpled paper bag, looked up at Dr. Tillich and said calmly, “Neither have you tasted my Jesus.”

The 1,000 plus in attendance could not contain themselves. The auditorium erupted with applause and cheers. Dr. Tillich thanked his audience and promptly left the platform.

Die Predigt (und somit auch die Geschichte) kann hier in deutscher Sprache nachgehört werden.

Maleachi-Tag in Bielefeld

Am 27.04. findet in Bielefeld der “Maleachi-Tag” statt. Jedes Jahr veranstaltet der Maleachi-Kreis Konferenzen und Tage, die der Glaubensstärkung dienen sollen. Die Initiatoren schreiben:

Die Maleachi-Glaubens-Konferenz und die Maleachi-Tage sind ein Angebot für bibeltreue evangelikale Christen, die sich in der heutigen Zeit nach mutmachender Zurüstung und Glaubensstärkung sehnen. Sie wollen Jung und Alt Orientierung anhand der Bibel in den Irritationen der Gegenwart geben. Neben aufbauenden Bibelarbeiten und geschwisterlichem Austausch werden Entwicklungen und Tendenzen im evangelikalen Raum aufgezeigt, sowie mutmachende missionarische Initiativen vorgestellt.

Das Thema in Bielefeld lautet: Mission nach Gottes Plan – aktuell und ewig zugleich. Die Referenten werden unter anderem Wolfgang Nestvogel, Wolfgang Bühne und Martin Vedder sein. Auf der Homepage von Wolfgang Nestvogel heißt es folgendermaßen:

Die Debatte ist voll entbrannt: die Evangelikalen ringen um das Wesen der Evangelisation und Mission. Darum geht’s: Ist Verkündigung wichtiger als soziale Veränderung? Und wenn Verkündigung – sind wir uns noch einig über ihren Inhalt? Was bedeutet „Kontextualisierung“ – auf den Hörer eingehen oder die Botschaft anpassen? Mit welchen Mitteln sollen wir das Evangelium ausbreiten? Wie sollen wir mit den Konzepten der „Emerging-Church-Bewegung“ umgehen? Und wie können unsere Gemeinden neuen Mut zur Mission gewinnen?

Die Fragen verlangen dringend nach Klärung. Darum will der „Maleachitag“ in Bielefeld sorgfältig nach biblischen Antworten suchen und deutlich Position beziehen. Seine Referenten bringen dafür viel Erfahrung mit: sowohl aus dem praktischen Missionsdienst als auch aus der theologischen Auseinandersetzung mit den Schlüsselfragen der Evangelisation. Sie wollen nicht nur informieren, sondern ihre Hörer auch dazu motivieren, mutig und einsatzbereit an der Erfüllung des Missionsbefehls mitzuwirken.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen findet man hier. Nutzt die Gelegenheit und kommt nach Bielefeld!

Wer hat die Hoheit über den Kinderbetten?

Vergangene Woche besuchte ich einen Vortrag von Dr. Wolfgang Nestvogel, der unter der oben genannten Überschrift stand. Es ging um das Thema Familie und den Angriff auf diese Institution, der von seiten der Politik und Gesellschaft geführt wird. Nachfolgend meine Zusammenfassung:

Zuerst einige Auszüge aus dem deutschen Grundgesetz:

“Präambel: Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. [...]“

Hier wird zuerst die Verantwortung des Menschen bzw. des deutschen Volkes vor Gott betont, was heute leider kaum mehr Beachtung findet.

Im Artikel 6 des Grundgesetzes ist weiterhin zu lesen (Auszug):

“(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. [...]“

Hier wird die besondere Stellung der Ehe und Familie, wohl noch aus einer christlich begründeten Ethik heraus, hervorgehoben. Auch zum Schutz, der 1949 noch deutlich vor Augen stehenden Gefahr der totalitären Vereinnahmung der Familie durch den Staat.

Wir als Christen haben von Gott ein klares Konzept mitbekommen für unsere Ehen und Familien:

  1. Ehe bis der Tod uns scheidet.
  2. Schutzraum Familie der Verantwortung und Leben lehrt und kommende Generationen stark macht.
  3. Ehe und Familie sind keine austauschbaren Formen. Sie sing Gottes Schöpfung.

Der Doppelangriff auf das christliche Menschenbild und den Artikel 6 des Grundgesetzes sieht laut W. Nestvogel folgendermaßen aus:

1. Angriff: Systematische Entmachtung der Familie.

  • Verbreitung von Kita, Schule, Ganztagsschule usw.
  • Verbot von Homeschooling.
  • Benachteiligung von Einverdiener-Haushalten.

Wie konnte es soweit kommen?

  • 50er Jahre: Sexuelle Maßstäbe von christlicher Ethik geprägt.
  • Kulturrevolution, Neomarxismus und 68er Bewegung
  • Aus Konfrontation wurde Annäherung, was zu einem postmodern ausgehöltem Christentum führte.
  • DDR-Rückstände

2. Angriff: Die systematische Entkernung der Familie durch das Gender Mainstreaming (GM)

  • GM ist ein Frontalangriff auf das christliche Menschenbild, denn er will die Unterschiede, die Polarität der Geschlechter abschaffen.
  • GM erzeugt eine Einsamkeit aus der Gleichheit.

Ich erschrak angesichts dessen, was auf uns zukommt. Die Folgen sind auch noch gar nicht abzusehen. Jedoch machte der Referent auch darauf aufmerksam, angesichts der zu erwartenden Probleme nicht zu verzweifeln, denn die Gemeinde Jesu wurde schon immer von der Welt mit Sünde und Rebellion konfrontiert. Wir sollten vielmehr an Gottes Schöpfungsordnung (nach innen) festhalten und sie (nach außen hin) verteidigen.

Hier gibt es übrigens einen Vortrag von Dr. Nestvogel zu erwerben, der diese Thematik aufgreift.

Bibeltage in Hannover

Sie haben schon eine gewisse Tradition – die Bibeltage in der BEG Hannover. Jedes Jahr im März und im September werden an einem Wochenende Bibeltexte fortlaufend ausgelegt. Ging es bei den letzten Malen um das Leben von Abraham, soll diesmal der Schwerpunkt auf Isaak und Jakob liegen. Die Veranstalter formulieren das geplante Programm folgendermaßen:

Ob Erziehungsfragen, Erbschaftsstreit oder Eheleben – nichts Menschliches war den Patriarchen fremd. Zugleich lebten sie sehr bewußt mit der Realität des lebendigen Gottes. Er griff so direkt in ihr Leben ein, daß sie ständig herausgefordert waren, seinen Ruf zu hören und seiner Spur zu folgen. Dennoch begingen Isaak und Jakob schwere Fehler, sie stolperten über Charakterschwächen und verrannten sich in eigenwillige Pläne. Es sollte also nicht schwerfallen, eine tragfähige Brücke vom Glaubensleben der Patriarchen hin zu unserem Alltag in der Nachfolge Jesu zu schlagen. So offenkundig die kulturellen Unterschiede auch sein mögen, so ähnlich „ticken“ doch unsere Herzen. Wir suchen Lebenserfüllung um (fast) jeden Preis, wir schmieden Ränke und verlieren die Richtung, wir vertrauen auf unsere Klugheit und schreien am Ende dann doch nach Gottes Erbarmen. Dass Gott mit solchen Leuten dennoch große Geschichte geschrieben hat, ist unsere Hoffnung. Wir wollen IHN besser kennenlernen, um trotz unserer menschlichen Abgründe immer mehr in Gottes Nähe zu rücken.

Die Referenten werden Dr. Wolfgang Nestvogel und Wolfgang Bühne sein, stattfinden wird die Konferenz am Wochenende des 22./23. Septembers. Um eine Anmeldung wird gebeten, weitere Informationen gibt es hier.

Martyn Lloyd-Jones „privat“(4) – Über die Souveränität Gottes

Harry hat kürzlich zum Thema gepostet, warum wir auch im Angesicht der Souveränität Gottes für Verlorene beten sollen und dürfen. Martyn Lloyd-Jones war einer, der sich trotz seiner vollmächtigen und brillanten Predigten ganz auf das Wirken Gottes stützte. Er sah sich selbst als Werkzeug in einer mächtigen Hand:

[...] der stark an die Souveränität Gotte glaubte. In der Tat stellte sie, wie wir anhand seiner meisterhaften Predigten, die er in späteren Jahren über den Epheser- und Römerbrief hielt, ein Kernelement seines Glaubens dar. Wir können Erweckung nicht betreiben und ebenso wenig jemanden bekehren. Wenn wir ihn aber […] gefragt hätten: „Was kann man denn für solche Leute tun?“, so hätte er erwidert: Nichts! Absolut gar nichts!“ Denn in den Angelegenheiten der Seele und des Geistes kann niemand etwas für sie tun, ganz gleich, wie diese ihm am Herzen liegen mögen. … „kein Mensch kann etwas tun, aber Gott vermag alles zu tun.“

[...]

Wenngleich es sehr viele Neubekehrte in der Kapelle gab, rief er nie dazu auf, nach vorne zu kommen und eine Entscheidung für Jesus zu treffen. Er wollte keinerlei Druck auf seine Zuhörer ausüben. Das “Anstreben von Entscheidungen” war eine ihm völlig fremde Idee, weil diese seiner Sichtweise von der souveränen Macht Gottes widersprach.

Wer sich näher mit diesem Thema bei Lloyd-Jones beschäftigen möchte, kann dazu die Doktorarbeit mit dem Titel “Erwählung und/oder Bekehrung? Das Profil der evangelistischen Predigt und der Testfall Martyn Lloyd-Jones” von Wolfgang Nestvogel lesen, zu finden hier. Wer es einfacher bzw. günstiger haben möchte, kann sich dazu auch einen Vortrag von Dr. Nestvogel mit einem ähnlichem Thema anhören. Darin wird deutlich, dass Lloyd-Jones die Souveränität eben nicht gegen die Verantwortung ausspielte, sondern beide miteinander zu verbinden wusste.

aus: Catherwood, Christopher, Martyn Lloyd-Jones „privat“. Ein Familienportrait, Waldems 2010, S. 40; 58.