Christus allein

Theo:logisch – Rezension

Heutzutage verbindet man mit dem Wort „Glauben“ oft etwas Irrationales, was nicht durch vernünftige Argumente zu belegen ist. Das Buch theo:logisch von William L. Craig verfolgt das Anliegen, mit diesem Missverständnis aufzuräumen und zu zeigen, dass der christliche Glaube durchaus auf vernünftigen Argumenten fußt und keinen Sprung vom Rationalen ins Irrationale erfordert. Die Besonderheit des Buches ist, dass es sich an Ungläubige richtet und gerade ihnen vernünftige Argumente aufzeigen möchte oder um es mit den

DER SPIEGEL über „Die letzten Tage des Jesus von Nazareth“

„Es ist ein Krimi von historischem Ausmaß: Was passierte wirklich um den 7. April des Jahres 30, als in Jerusalem angeblich der Gottessohn hingerichtet wurde? Mit modernsten Geräten werten Forscher Indizien aus – ihre Erkenntnisse können Skeptikern kaum gefallen.“ Mit diesen Worten leitet „DER SPIEGEL“ in seiner aktuellen Ausgabe[1] einen interessanten Artikel über die letzten Tage Jesu ein. In dem Text führen die Autoren mehrere wissenschaftliche Erkenntnisse über die damaligen Ereignisse auf, welche erstaunlich mit

Online-Kurs für Apologetik

Ich habe im Newsletter einer Gemeinde den Hinweis auf einen Online-Kurs für Apologetik entdeckt. Der Kurs sieht vielversprechend aus: Wie kann ich bei kritischen Anfragen an den christlichen Glauben Rede und Antwort stehen? Wie hilfreiche Fragen stellen, andere Weltanschauungen verstehen und den christlichen Glauben fruchtbar ins Gespräch bringen? Um bei diesen Fragen neu inspiriert, geschult und begeistert zu werden, bietet das Zacharias Institut (Christian Hofreiter) einen 12-wöchigen Online-Kurs an, der am 5. April beginnt. Neben

Atheismus einmal anders betrachtet: Jean Paul und Stephen King

Was bedeutet die Existenz eines allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gottes für das persönliche Leben von individuellen Menschen? Atheisten wie Christopher Hitchens verbinden diesen Gott mit George Orwells „Big Brother“, mit einer Macht also, die das gesamte Leben überwacht, kontrolliert und echte Freiheit unmöglich macht (übrigens auch echte Moral, wie Hitchens hier argumentiert; John Lennox geht hier auf den Big Brother-Vorwurf Hitchens ein). Ist Gott ein Big Brother? Schränkt seine Gegenwart uns ein? Raubt Gott uns

Musik als Gottesbeweis?

Welchen Nutzen hat (klassische) Musik? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele gute Antworten. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor einiger Zeit auf meinem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof Mozart gehört und mich gefragt habe, wie man diese Musik hören und nicht an Gott glauben kann? Es ging mir dabei nicht primär um Mozart (es könnte sich um dieses Stück aus der Hochzeit des Figaro gehandelt haben), sondern ganz allgemein um die

Evangelicalism in One Lifetime: A Conversation with Os Guinness

Einer der brillantesten christlichen Denker der Gegenwart ist, meiner Meinung nach, Os Guinness. Seine Redegabe ist beeindruckend (er spricht ohne Skript druckreif), seine Analyse unserer Zeit ist scharfsinnig, treffend (z.B. hier ab Min 42) und vor allem ermutigend – er hat sich z.B. darüber gewundert, dass die Evangelikalen zum 500. Jubiläum der Reformation nur über die Benedict Option reden. Albert Mohler hat sich bei Thinking in Public (ein Podcast, den ich grundsätzlich nur empfehlen kann) mit

Jonathan Haidt and Tim Keller: The Closing of the Modern Mind

Vor einigen Tagen haben Tim Keller und Jonathan Haidt im Rahmen des Veritas Forums über Pluralismus, Glauben und moralische Meinungsverschiedenheiten gesprochen. Die Veranstalter schreiben dazu: „What should be our foundation for morality? How do we deal with the inevitable moral conflict in society? Is morality just a social construct? How do we deal with our biases?“ Tim Keller ist den meisten Christen ein Begriff. Jonathan Haidt ist Professor für Psychologie mit einem besonderen Fokus auf Moral. Haidt

Larry Taunton: The Faith of Christopher Hitchens

Larry Taunton hat kürzlich das Buch The Faith of Christopher Hitchens geschrieben. Brian Mattson hat das Buch für die Gospel Coalition rezensiert (bei Evangelium21 ist eine Übersetzung erschienen). Auch die New York Times hat das Buch besprochen. Die Rezensionen laden auf jeden Fall zum Lesen ein – und wer sich unter Christopher Hitchens bisher nur einen kalten, ignoraten und gefährlichen Atheisten vorgestellt hat, wird positiv überrascht werden. Ich finde es erstaunlich, dass ein Mann wie

Kevin DeYoung: „Die Klarheit des Wortes“

Christen werden oft angegriffen, weil sie sich scheinbar auf nichts einigen können. Wenn die Bibel klar und verständlich ist, heißt es oft, warum gibt es dann so viele verschiedene christliche Gruppierungen? Außerdem – wurde mit der Bibel nicht auch Sklaverei gerechtfertigt? Und was ist eigentlich mit den „christlichen“ Kreuzzügen? Ach ja, und bestimmt nicht eigentlich auch die Kirche was (und was nicht) geglaubt wird? Kevin DeYoung hat während der letzten Evangelium21-Konferenz den Workshop „Die Klarheit

Benedikt Peters: Wir brauchen Offenbarung

Wäre dem Menschen das alles nicht enthüllt worden, könnte er darüber nichts wissen. Darum ist es in sich widersprüchlich, die Heilige Schrift als eine nur begrenzt glaubwürdige und mit Irrtümern behaftete Offenbarung Gottes zu bezeichnen. Warum widersprüchlich? Wenn wir Offenbarung nötig haben, dann doch nur deshalb, weil wir aus uns und mit unseren Fähigkeiten Gott nicht hinlänglich und nicht zuverlässig erkennen und seinen Heilswillen nicht verstehen und von seinen Heilsratschlüssen nichts wissen können. Wir haben