Christus allein

Jörg Lauster über Jean Pauls „Rede des toten Christus“

Vor einiger Zeit bin ich in diesem Beitrag auf Jean Pauls Rede des toten Christus eingegangen. Dort habe ich die Frage aufgeworfen, ob „der angeführte Abschluss der Erzählung als aufrichtige Dankbarkeit für den Himmlischen Vater zu verstehen [ist]? Oder geht es darum, dass der Glaube das Beste ist, was uns in dieser vergänglichen und kurzflügeligen Welt passieren kann, wenn er sich auch nachher als Illusion erweist?“ Jörg Lauster schreibt dazu in Die Verzauberung der Welt:

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Theo:logisch – Rezension

Heutzutage verbindet man mit dem Wort „Glauben“ oft etwas Irrationales, was nicht durch vernünftige Argumente zu belegen ist. Das Buch theo:logisch von William L. Craig verfolgt das Anliegen, mit diesem Missverständnis aufzuräumen und zu zeigen, dass der christliche Glaube durchaus auf vernünftigen Argumenten fußt und keinen Sprung vom Rationalen ins Irrationale erfordert. Die Besonderheit des Buches ist, dass es sich an Ungläubige richtet und gerade ihnen vernünftige Argumente aufzeigen möchte oder um es mit den

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Atheismus einmal anders betrachtet: Jean Paul und Stephen King

Was bedeutet die Existenz eines allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gottes für das persönliche Leben von individuellen Menschen? Atheisten wie Christopher Hitchens verbinden diesen Gott mit George Orwells „Big Brother“, mit einer Macht also, die das gesamte Leben überwacht, kontrolliert und echte Freiheit unmöglich macht (übrigens auch echte Moral, wie Hitchens hier argumentiert; John Lennox geht hier auf den Big Brother-Vorwurf Hitchens ein). Ist Gott ein Big Brother? Schränkt seine Gegenwart uns ein? Raubt Gott uns

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Musik als Gottesbeweis?

Welchen Nutzen hat (klassische) Musik? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele gute Antworten. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor einiger Zeit auf meinem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof Mozart gehört und mich gefragt habe, wie man diese Musik hören und nicht an Gott glauben kann? Es ging mir dabei nicht primär um Mozart (es könnte sich um dieses Stück aus der Hochzeit des Figaro gehandelt haben), sondern ganz allgemein um die

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Jonathan Haidt and Tim Keller: The Closing of the Modern Mind

Vor einigen Tagen haben Tim Keller und Jonathan Haidt im Rahmen des Veritas Forums über Pluralismus, Glauben und moralische Meinungsverschiedenheiten gesprochen. Die Veranstalter schreiben dazu: „What should be our foundation for morality? How do we deal with the inevitable moral conflict in society? Is morality just a social construct? How do we deal with our biases?“ Tim Keller ist den meisten Christen ein Begriff. Jonathan Haidt ist Professor für Psychologie mit einem besonderen Fokus auf Moral. Haidt

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Larry Taunton: The Faith of Christopher Hitchens

Larry Taunton hat kürzlich das Buch The Faith of Christopher Hitchens geschrieben. Brian Mattson hat das Buch für die Gospel Coalition rezensiert (bei Evangelium21 ist eine Übersetzung erschienen). Auch die New York Times hat das Buch besprochen. Die Rezensionen laden auf jeden Fall zum Lesen ein – und wer sich unter Christopher Hitchens bisher nur einen kalten, ignoraten und gefährlichen Atheisten vorgestellt hat, wird positiv überrascht werden. Ich finde es erstaunlich, dass ein Mann wie

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