Christus allein

Es geht nicht um Regeln, sondern um die Genugsamkeit der Schrift

Gesetzliche Gemeinden rechtfertigen außerbiblische Regeln (z.B. in Bezug auf Kleiderordnungen) manchmal mit dem Hinweis darauf, dass diese Ordnungen auf Erfahrungen beruhen, geschichtlich gewachsen sind und ein gutes Ziel verfolgen. Kritikern der Regeln wird ein schlechtes Gewissen gemacht, indem ihnen die Frage gestellt wird, warum ihnen die Freiheit in Bezug auf diese Regeln so wichtig ist. Offenbart nicht gerade das kritische Hinterfragen der Regeln eine „weltliche Gesinnung“? Warum sonst kann man sich nicht einfach dieser Regel

Täglich grüßt das Smartphone

Wer kennt das nicht? Man wird vom Handy geweckt und der Blick geht gleich auf das Handy: gibt es neue Nachrichten, hat mir jemand geschrieben? Tony Reinke fragte John Piper in einem Interview, warum wir uns gleich in den ersten Stunden oder Minuten des Tages unseren Handys zuwenden. Was ist der Reiz? Die Zusammenfassung der Antworten findet man hier, sowie in dem Buch „Wie dein Smartphone dich verändert“ (hier hat Helmut einen Artikel zu dem

Sola Scriptura und Älteste: Eine Frage der Autorität

Mit dem erstmalig 1520 von Luther formulierten „Schriftprinzip“ wandte sich der Reformator explizit gegen die der Bibel gleichrangig gestellte Autorität der katholischen Kirchenobrigkeit. Damit einhergehend vertraten die Reformatoren das Priestertum aller Gläubigen: Jeder einzelne Christ steht ohne Zwischeninstanz, also unmittelbar vor Gott und genießt unter anderem das Recht, die Bibel selbstständig zu lesen und zu interpretieren. Doch damit entsteht auch eine Spannung: Einerseits berichtet die Bibel in positiver Weise von Christen, die alles was sie

Wo sind die Hirten der Gemeinde?

Dietrich Bonhoeffer schreibt in seinem Buch Nachfolge über Mt. 9,35-38: Der Anblick der Volksmenge, der in seinen Jüngern vielleicht Widerwillen, Zorn oder Verachtung erregte, erfüllte Jesu Herz mit tiefem Erbarmen und Jammer. Kein Vorwurf, keine Anklage! Gottes liebes Volk lag mißhandelt am Boden, und die Schuld daran traf die, die an ihm den Dienst Gottes versehen sollten. Nicht die Römer hatten das angerichtet, sondern der Mißbrauch des Wortes Gottes durch die berufenen Diener am Wort.

Vom Vater des Glaubens lernen

In den ersten drei Kapiteln vom Römerbrief legt Paulus die totale Verderbtheit eines jeden Menschen dar, der aufgrund seiner Sünde unfähig ist, sich selbst durch Werke vor Gott zu rechtfertigen. Diese Darlegung mündet darin dass Paulus schreibt, dass die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nur durch den Glauben an Jesus Christus erlangt wird, der das Sühnopfer für unsere Sünden ist (Röm. 3,22-27). In Kapitel 4 führt Paulus dann Abraham als Vorbild für die Gerechtigkeit aus

Russell Moore über die Wichtigkeit von Geschichten

Russell Moore, Präsident der Ethics and Religious Liberty Commission der Southern Baptist Convention, hat einen hilfreichen Artikel veröffentlicht, in dem er die Wichtigkeit von Geschichten betont. Dabei bezieht sich Moore auf David R. Nienhuis‘ Buch A Concise Guide to Reading the New Testament: A Canonical Introduction, in dessen Einleitung festgestellt wird, dass viele Christen nicht (mehr) mit der großen Geschichte der Bibel vertraut sind. Die Bibel ist kein Wörterbuch oder eine Enzyklopädie, sondern, so der

Das Bibelprojekt: #50FÜR20

Ich bin begeisterter Nutzer der Videos vom Bibelprojekt. Ich nutze die Videos z.B. neben meiner persönlichen Bibellese und habe sie auch schon dafür verwendet um Teenagern einen Überblick über bestimmte biblische Bücher zu geben oder bestimmte biblische Begriffe zu erläutern. Das Projekt hat mittlerweile für 14 Bücher der Bibel ein Video erstellt, weitere sind in der Pipeline. Daneben gibt es auch schon einige Videos zu verschiedenen Themen der Bibel, z.B. Gottes Heiligkeit, der Messias usw.

Kommentare zum neuen Buch von Wilfried Plock

Wilfried Plock, aus dessen Vorträgen und Büchern ich als junger Gläubiger einiges lernen konnte, hat im Dezember sein neues Buch „Warum ich weder Calvinist noch Arminianer bin“ herausgegeben. Auf der Facebookseite von Wilfried Plock hat Berthold Schwarz hilfreich kommentiert: Gut, dass das wichtige Thema auf Gemeindeebene angesprochen und erörtert wird, sofern Leute das Buch lesen und auswerten. Gut, dass es in dem Buch um eine ausgewogene biblische Bewertung als Zielsetzung geht, die zumindest als Mittellösung

Bedeutende Jahreszahlen russland-mennonitischer Geschichte | 1536

Einleitung zur Artikelreihe: Mit der Reihe „Bedeutende Ereignisse mennonitischer Geschichte“ möchte ich anhand einiger wesentlicher Jahreszahlen einen groben Rahmen liefern, um die Geschichte der Russland-Mennoniten zu erfassen. Meine Absicht ist es vor allem bei denjenigen, die Nachfahren dieser Gruppierung sind oder sich hierzu zählen, Interesse an ihrer Geschichte zu wecken und zugleich Schubladen im positiven Sinne zu bieten, in die sie ihr bisheriges Wissen einsortieren können. Bisher sind in dieser Reihe Artikel zu den Jahren 1525,

Wie gestaltest du die Familienandacht?

These: Wir sprechen nicht gerne über dieses Thema Diese Frage wurde mir vor einiger Zeit von meinem Bruder gestellt. Aus verschiedenen Gründen konnte das Gespräch damals nicht fortgesetzt werden und meine Antwort blieb aus. Aber ich hätte ihm auch nicht immer eine Antwort darauf geben können. Es gab Phasen, in denen ich gar keine Familienandacht durchgeführt habe. Vermutlich bin ich nicht der einzige. Meine These: Über die Durchführung der Familienandacht sprechen wir nicht gerne, weil