Christus allein

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (7): Gottes Gebote zeigen uns in die eigentliche Wirklichkeit

Welche Rolle spielten die Zehn Gebote für Francis Schaeffer? Udo Middelmann, Schwiegersohn der Schaeffers, erläutert: „Die Gebote Gottes trennen uns nicht von der Wirklichkeit und führen uns in eine geschlossene fromme Gemeinschaft, sondern legen uns die eigentliche Wirklichkeit offen vor Augen. […] Jedes der Gebote Gottes umschreibt einen Teil der Realität und deckt dadurch törichte Vorstellungen auf, um deren Umsetzung zu verhindern. […] Kein Gebot ist von rein religiöser Natur. Es beschreibt vielmehr Form und

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Martyn Lloyd-Jones „privat“(5) – Lernen durch Fragen

Lloyd-Jones verwendete auf den Bibelstunden in seiner ersten Gemeinde immer wieder die gleiche Methode, um die Besucher zum biblischen Denken zu bewegen. Christopher Catherwood schreibt darüber: […] Also bat er die Männer und auch die Leute, die mittwochs abends in die Gemeinde kamen, wenn jemand eine Frage aufwarf, Schriftstellen darüber nachzuschlagen. Keine andere Quelle war erlaubt. Was sagte die Schriftstelle tatsächlich über etwas aus? Wie passte es in den größeren biblischen Zusammenhang hinein? Erst dann

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Deuteronomium: Ein Kommentar zu den Zehn Geboten

In der letzten Zeit habe ich mich mit 5. Mose beschäftigt. Ich kam auf dieses Buch, weil ich feststellte, dass Jesus häufig daraus zitierte (z.B. bei seiner Versuchung) und es wahrscheinlich auswendig kannte. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Buch das väterliche Handeln Gottes, dass in der Geschichte (1,6-4,43) wundervoll zum Ausdruck kommt. Gott beschönigt nichts, doch macht er dem Volk durch den Hinweis auf seine Treue Mut zum Handeln: „Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen

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Bibelstudium mit Sherlock Holmes

Trevin Wax hat auf seinem Blog 10 Hilfen veröffentlicht, abgeleitet von Sherlock Holmes, die dazu dienen sollen, Bibeltexte besser zu verstehen und zu ergründen. Es sind einige wirklich wertvolle Gedankenanstöße dabei: 1. The number one mistake to avoid. Holmes: “I have no data yet. It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts.” Far too often students of

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Johannes Busch (15): Grundsätze der Jugendarbeit

Das Leben von Johannes Busch ist eng mit der Arbeit des Westdeutschen Jungmännerbundes verbunden gewesen, der unter seiner Leitung trotz den Schwierigkeiten des zweiten Weltkrieges richtig aufblühte. Busch nennt drei Dinge, die er schon in den Anfängen seiner Arbeit als Bundeswart für besonders wichtig für das Werk erachtete: Die klare Entscheidung jedes Einzelnen. Das Reich Gottes wird weder durch große Programme noch durch das Aufgebot der Massen gebaut. […] Die Entscheidung über Sein oder Nichtsein unseres

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Glaube an das Wort

Durch gewisse Ereignisse ins Nachdenken gekommen, beschäftigt mich in letzter Zeit immer wieder die Frage, warum manche Menschen durch den Kampf des Glaubens in Krisen geraten, aus denen sie selbst nicht mehr herauskommen und am Glauben verzweifeln. Ohne ein pauschales Urteil fällen zu können und zu wollen, findet sich für mich oftmals darin bestätigt, dass sie in gewissem Sinne Opfer ihres Theologieverständnisses, ihrer Sicht von Gott werden. Das beinhaltet meistens ein diffuses Verständnis vom Wirken

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Men Who Know This Book!

Doyle Klaassen, ehemaliger Leiter der Bibelschule Brake, erinnert sich an ein Gespräch mit seinem späteren Missionsleiter, Waliser Elwyn Davies: Ich sehe ihn noch, wie er mit der Bibel in der Hand in meinem kleinen Internatszimmer, wohin ich ihn zum Gespräch eingeladen hatte, auf und ab schritt und energisch betonte: „We need men who know this book“. Das rastete bei mir ein. Ich wünschte, dass es bei mir auch einrastet.

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Johannes Busch (13): Die Bibel im Grundtext lesen

Ich träume davon, eines Tages die Bibel im Grundtext lesen zu können. Einen Anstoß dazu gibt folgende Begebenheit aus der Studienzeit von Johannes Busch: „Neben den Vorlesungen ging das stille Studium weiter. Da bemühte er sich eifrig, in die hebräische und griechische Sprache tiefer einzudringen. Es war ihm aufgegangen, wie wichtig es ist, den Text in der Ursprache zu lesen.“ S. 80f. In einem Brief schreibt er: „Im Griechischen bin ich jetzt bei den Abschiedsreden

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Theologie vs. "Einheit" – Die Wichtigkeit von reiner Lehre

Erwin Lutzer schreibt in dem Buch „Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums“ am Schluss über die Tendenz, die Einheit der Kirche mit allen Mitteln zu erreichen – während die Lehre darunter leidet, wie er meint (und ich übrigens auch denke): Heute gilt Toleranz vielmehr als lehrmäßige Genauigkeit. Wir haben uns an christliche Talkshows gewöhnt, in denen Erfahrungen groß und Lehre sehr klein geschrieben werden. Einige der Kardinalforderungen christlicher Publizistik ist

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