Christus allein

Wie finde ich eine theologische Position?

Die theologische Diskussion ist sinnvoll und notwendig Wer schon einmal an einem Gespräch zu christlichen Lehrfragen teilgenommen hat, findet häufig ein breites Spektrum an Meinungen. Das bringt manchmal Verwirrung, was dann oft dazu führt, Gespräche dieser Art grundsätzlich zu meiden. Dennoch bleibt es uns nicht erspart, gelegentlich auch Diskussionen zu führen und (eigene) Standpunkte zu hinterfragen. Vor einigen Wochen wurde an dieser Stelle schon ein Grund genannt, worin der Nutzen fundamentaltheologischer Debatten besteht. Ein weiterer

Der Nutzen fundamentaltheologischer Debatten

Unter August Hermann Francke erlebte der lutherische Pietismus um 1700 einen enormen Aufschwung und wurde zur „prägenden geistlichen Macht der Zeit.“ In der theologischen Ausbildung lag der Schwerpunkt in Halle auf der biblischen Exegese und praktischen Theologie. Die Bibel sollte im Zentrum des Theologiestudiums stehen. Damit grenzte sich der Pietismus von der Orthodoxie ab, deren Fokus eher auf fundamentaltheologischen, systematischen und philosophischen Fragestellungen lag. Die „intellektuelle Auseinandersetzung mit den Grundproblemen der Zeit […] blieb schwach.“ Der Kirchengeschichtler

Fußnote zur Bundestheologie

Armin Sierszyn deutet in einer Fußnote einen interessanten Aspekt der Bundestheologie in Abgrenzung zu anderen Ansätzen an: „Statt an rationaler Systematik orientiert er [gemeint ist ein Vertreter der Bundestheologie] sich an Gottes Bundesschlüssen in der Bibel und erkennt in der Offenbarung nicht starre Gleichheit, sondern Entfaltung und Dynamik.“ aus: Sierszyn, Armin: 2000 Jahre Kirchengeschichte, S. 606f.

Ist Systematische Theologie überflüssig?

„Immer wieder einmal kommt es vor, dass wirklich gute und treue Christen in Gesprächen, Kommentaren oder Andeutungen festhalten, dass Theologie nicht so wichtig sei und ihnen die Bibel und die persönliche Erfahrung reichen würden. Mit Theologie meinen sie damit in der Regel die sogenannte Systematische Theologie. Ist das wahr?“ Eine kurze, aber treffende Antwort auf diese Frage sollte im Blog von René Malgo nachgelesen werden [Artikel leider nicht mehr verfügbar].

Fünf Gründe, in diesem Jahr den Heidelberger Katechismus zu lesen

Kevin DeYoung führt auf seinem Blog fünf Gründe an, den Heidelberger Katechismus in diesem Jahr zu lesen: 1. This year marks the 450th anniversary of the Heidelberg Catechism. The first version of the Catechism had a preface dated January 19, 1563, which makes tomorrow the big anniversary date. Happy Birthday!   2. The Heidelberg Catechism is the most personal and most devotional of the Reformation era creeds and confessions. The theme is “comfort” and the

Die Erwählung in Christus

In den letzten Tagen bin ich immer wieder auf die Meinung gestoßen, dass Gott uns zwar vor Grundlegung der Welt erwählt habe; wir aber erst (durch unsere Bekehrung) das „Tor öffnen“ müssten, um in diesen bevorzugten Stand gelangen zu können. Meines Wissens nach argumentieren auch bekannte evangelikale Persönlichkeiten wie z. B. Herbert Janzen und Jacob Thiessen von der STH Basel in diesem Sinne. Wir seien zwar erwählt – aber erst in ihm (nach Epheser 1,4).