Christus allein

Befreit von der Macht der Sünde – Wilhelm Busch über Heiligung

Kürzlich bin ich auf eine ermutigende Predigt von Wilhelm Busch gestoßen, in der er anhand von Römer 6 das Thema Heiligung entfaltet. In dem Abschnitt macht Paulus klar, dass wir mit Christus der Sünde gestorben sind – und durch seine Auferstehung in einem neuen Leben wandeln. Der Karfreitag und die folgenden Ostertage sind ein guter Anlass, mit Busch ganz praktisch über die Auswirkungen des Todes und der Auferstehung Jesu in unserem persönlichen Leben nachzudenken:

Sittsamkeit ist wichtig: was nicht anzuziehen ist

Tim Challies hat vor einigen Jahren einige dreiteilige Artikelreihe veröffentlicht, auf die ich kürzlich aufmerksam gemacht wurde. Die Ausführungen sind, wie ich finde, wirklich hilfreich (und zeigen auch, dass es sich hier um kein singulär russlanddeutsches Problem handelt): Challies geht das Thema biblisch und sehr differenziert an, pauschalisiert nicht, sondern zeigt auf, worum es dem Evangelium und im Evangelium tatsächlich geht. Ich habe die Artikel gewinnbringend gelesen und empfehle die Lektüre herzlich weiter. Ich habe

Die Herausforderung sittsamer Kleidung: Das Herz der Sittsamkeit

Das Wort „Keuschheit“ ist im heutigen Sprachgebrauch eher unüblich, es scheint etwas Antiquiertes an sich zu haben. Der Duden schreibt ihm die Bedeutungen „sexuelle Enthaltsamkeit“, „Sittsamkeit“ und „moralische Reinheit, Integrität“ zu – das sind an sich keine schlechten Tugenden. In russlanddeutschen Gemeinden verbindet man mit diesem Begriff vor allem Debatten über (Frauen)Kleidung. Manche Russlanddeutsche beharren auf strengste Kleidungsvorschriften und verstehen diese als wichtiges Abgrenzungsmerkmal zur Welt und auch als natürlichen Bestandteil des christlichen Zeugnisses. Andere

„Du kannst die ganze Welt haben, aber gib mir Jesus!“

In letzter Zeit habe ich öfters Fernando Ortegas wirklich schönes Lied „Give Me Jesus“ gehört. Das Musikvideo ist nach der Beerdigung von Ruth Bell Graham, der 2007 verstorbenen Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, entstanden: Der Liedtext findet sich hier und drückt einfach nur den Wunsch nach Jesus aus: am Morgen, wenn ich aufstehe; wenn ich allein bin; und schließlich, wenn ich sterbe. Es ist der Refrain des Liedes, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Darin

„Keineswegs, Herr!“ – Spurgeon über Gesetzlichkeit

Charles H. Spurgeon war ein begnadeter englischer Prediger des 19. Jahrhunderts. Sein Andachtsbuch Auf dein Wort enthält auch für das 21. Jahrhundert wertvolle Hinweise. In den Andachten vom vierten und fünften Januar, die beide auf dem Vers „Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr; denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!“ (Apg. 10,14) gründen, spricht Spurgeon Probleme an, die sich heute in vielen sog. konservativen russlanddeutschen Gemeinden wiederfinden. Da ist zum Beispiel der Formalismus

Führt die Umsetzung von Sola Scriptura zur Abkehr von der Schrift? Eine Stellungnahme zum Artikel von Eduard Freitag in „Dem Lamme nach“

Einleitung Dieser Beitrag enthält eine Stellungnahme zum Artikel Die Bibel als Grundlage unserer Entscheidungen, Teil 1 von Eduard Freitag (Hinweise: a. Die Stellungnahme steht hier auch als PDF zur Verfügung; b. Vor der Veröffentlichung habe ich mit Eduard Freitag telefoniert, die Stellungnahme liegt ihm ebenfalls vor). Der Artikel erschien in der Zeitschrift Dem Lamme nach, Ausgabe 3/2017, S. 41-45. Die Zeitschrift wird von der Bruderschaft der Christengemeinden in Deutschland (BCD) quartalsweise herausgegeben. Die BCD ist die

Salvator Mundi: Ein Augenzwinkern Gottes

Ein Gastbeitrag von Robert: Vor zwei Wochen wurde auf einer Versteigerung in New York der „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci zum Rekordpreis verkauft: für 450 Millionen Dollar. Es ist wohl das letzte Bild von da Vinci, das noch im Privatbesitz ist (wobei manche Fachleute bezweifeln, ob es wirklich den Händen da Vincis entspringt). Seitdem wurde viel darüber diskutiert, wie man diesen Kauf bewerten soll. Die einen sagen, der Kauf stinkt zum Himmel und ist

Gebete der Puritaner für eine Woche

Vor einiger Zeit habe ich mir das Buch „Gebete der Puritaner für eine Woche“ vom 3L-Verlag gekauft. Es enthält 15 Gebete – für jeden Tag der Woche ein Morgen- und Abendgebet und ein Gebet, das gewissermaßen die Einleitung bildet – , welche von verschiedenen Puritanern verfasst und von Arthur Bennet zusammengestellt und herausgegeben wurden. Ab und zu lese und bete ich diese Gebete und bin immer wieder erstaunt über den Tiefgang der Gebete und die Kunst,

Wir brauchen einen gesunden biblischen Realismus

Evangelium21 hat vor einiger Zeit den Vortrag „Eine Gemeinde für das 21. Jahrhundert?“ von David Jackman als Booklet herausgegeben. Ich habe David Jackman in den letzten Jahren auf zwei Konferenzen als herausragenden Lehrer, der das Wort Gottes „genau schneidet“, kennen gelernt. Folgende Aussagen haben mich in diesem Booklet zum Nachdenken gebracht: Zur notwendigen Fokussierung auf das Evangelium (seine Fragen sind herausfordernd): Wir müssen dafür beten und danach streben, dass es evangeliumszentrierte Gemeinden gibt, die konfessionelle

Als Oncken bei den Mennoniten rauchte

Die Mennoniten-Brüdergemeinde (MBG) ist 1860 auch durch den Einfluss von dem Baptisten Johann G. Oncken, vor allem in der Tauffrage, entstanden. Oncken ist Gründer der ersten Baptistengemeinde Deutschlands in Hamburg. In der ersten Zeit der Mennoniten-Brüdergemeinde suchte sie immer wieder den Kontakt zu seiner Gemeinde, das Glaubensbekenntnis der MBG aus dem Jahr 1873 nahm als Grundlage sogar das Glaubensbekenntnis der Baptisten. In einem Bericht über den Besuch von Oncken bei den Mennoniten-Brüdern heißt es: Ferner