Christus allein

Meine Gerechtigkeit

Ich habe mit den Augen meiner Seele Jesus Christus zur Rechten Gottes gesehen; ich sah, dass dort meine Gerechtigkeit war; wo auch immer ich war oder was auch immer ich tat, Gott konnte über mich nicht sagen: er hat nicht meine Gerechtigkeit! Denn sie befand sich ja direkt vor ihm… Nun sind meine Ketten in der Tat von meinen Beinen abgefallen. Ich bin aus meinen Bedrängnissen und Umklammerungen gelöst worden. – John Bunyan [aus: John

Kinder die Bibel lehren

Auf theresurgence.com ist kürzlich ein wertvoller Artikel für Eltern und Kinderstundenlehrer von Sally Lloyd-Jones erschienen, der Autorin der „Die Gott hat dich lieb Bibel“. Diese Kinderbibel ist bei uns seit einem halben Jahr in Gebrauch. Mir gefällt darin (trotz einiger kritischer Aspekte) vor allem der theologische Ansatz, der sich wie ein roter Faden durch die Kinderbibel zieht und um den es auch in dem folgenden Artikel geht (recht freizügig aus dem englischen übertragen). Liest du

Rock of Ages

Augustus M. Toplady hat 1775 das wunderbare Lied „Rock of Ages“ (dt.: Fels des Heils) geschrieben, hier gesungen vom Antrim Mennonite Choir: Das Lied entstammt einer Entdeckung von Toplady, „der einst auf einem Stück Brandholz an der Felsküste der Normandie zerschmettert zu werden drohte und dann durch eine Welle in eine Felsenhöhle hineingespült wurde, um dort vollkommen sicher vor dem Sturm und in tiefer Geborgenheit zu überleben.“ (Zitat aus: „Wahrheit und Liebe“, herausgegeben von Ron

Das Gebot der Liebe

Wenn man in Gespräche oder in Diskussionen über komplexe Weltanschauungen und Lehren verwickelt ist und dabei sehr weit ins Detail geht, kann es sein, dass man irgendwann einhält und fragt: „Worum geht es hier eigentlich wirklich?“ Der christliche Glaube ist unendlich reich und vielseitig und man sollte sich immer wieder in seine Lehren versenken, sich hineinlesen und auch kleinste Details genau untersuchen. Ich möchte an dieser Stelle aber kurz der obigen Frage nachgehen: „Worum geht

Gemeinsames Leben (3): Seelische Liebe als zerstörerisches Strohfeuer

Christliche Gemeinschaft besteht nur auf dem Fundament des Wortes Gottes und mit dem Fokus auf Jesus Christus. Deshalb ist sie auch eine pneumatische (durch den Heiligen Geist gewirkte) und keine psychische (aus natürlichen Kräften und Anlagen der menschlichen Seele kommende) Gemeinschaft, worin sie sich von allen anderen Gemeinschaften unterscheidet. Der grundlegende Unterschied zwischen pneumatischer und psychischer Liebe besteht darin, dass die pneumatische Gemeinschaft allein auf das Wort Gottes in Jesus Christus aufbaut, während bei der psychischen Gemeinschaft neben dem

Gemeinsames Leben (2): Warum eine Gemeinschaft zerbricht

Nachdem Bonhoeffer das Fundament der christlichen Gemeinschaft im Wort Gottes aufgezeigt hat (d.h. in der Lehre der Rechtfertigung aus Glauben allein, vgl. den ersten Beitrag), macht er deutlich, dass christliche Gemeinschaft sich ganz auf den Mittler Jesus Christus fokussieren muss, wenn sie bestehen will: Ein Christ kommt zum anderen nur durch Jesus Christus. […] Ohne Christus kennten wir […] den eigenen Bruder nicht und könnten nicht zu ihm kommen. Der Weg ist versperrt durch das eigene Ich.

Dietrich Bonhoeffer – Gemeinsames Leben (1): Die Grundlage christlicher Gemeinschaft

Meine erste Begegnung mit Dietrich Bonhoeffers theologischem Werk entstand völlig unerwartet, als ich bei meinem Großvater auf das Buch „Gemeinsames Leben“ stieß. Dieses Buch ist ein theologisches Meisterwerk. Im Vorwort der Ausgabe vom Kaiser-Verlag (Gütersloh, 1987) heißt es: Paradoxerweise verdanken wir das Buch „Gemeinsames Leben“ der ‚Geheimen Staatspolizei‘. Denn diese hatte Ende September 1937 neben anderen Einrichtungen der Bekennenden Kirche auch das von Dietrich Bonhoeffer geleitete Predigerseminar und Bruderhaus in Finkenwalde, wo angehende Pfarrer ‚gemeinsames

Timothy Keller: JESUS – Seine Geschichte – unsere Geschichte

Nachdem ich Tim Kellers „Warum Gott“ beendet hatte, habe ich mich seinem Jesus-Buch zugewandt: „JESUS – Seine Geschichte – unsere Geschichte“. Ich habe auf die (damalige) Neuerscheinung bereits hier hingewiesen, kann das Buch an dieser Stelle allerdings noch einmal persönlich empfehlen. Tim Keller rollt in seinem Buch die Geschichte von Jesus Christus anhand des Markus-Evangeliums auf. Das Buch basiert auf von Keller gehaltenen Predigtserien, die für dieses Werk „verschriftlicht“ und „aufpoliert“ wurden. Das Buch ist

Robert Louis Stevenson: Der seltsame Fall des Dr. Jeckyll und Mr. Hyde

Letzte Woche las ich „Der seltsame Fall des Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson. Die meisten werden davon zumindest gehört haben; es lohnt sich aber auch, wie ich finde, die Novell einmal tatsächlich zu lesen. Dr. Jeckyll ist Arzt und muss feststellen, dass der Mensch eine an sich gespaltenen Persönlichkeit ist – es gibt eine „gute“ und eine „böse“ Seite. Es gelingt Dr. Jeckyll, mithilfe eines Tranks, diese beiden Naturen, die in

Satisfied Mind

Ich hörte vor einiger Zeit – nur so nebenbei – das Johnny Cash-Album „American VI: Ain´t No Grave„. Bei dem Lied „Satisfied Mind“ musste ich dann aber doch genauer hinhören: How many times have You heard someone say If I had his money I could do things my way   But little they know That it’s so hard to find One rich man in ten With a satisfied mind   Once I was winning In