Christus allein

Vermeintlich „frommes“ Warten ist schädlich

Die Beobachtungen von Kevin DeYoung, die Hanniel Strebel hier aufgreift, lassen sich immer mehr auch in Kreisen beobachten, denen man ein verspätetes Heiraten bislang eher weniger nachsagen konnte. Klar, mit 16 nur noch die Hochzeit im Kopf zu haben, ist schädlich. Aber unentschlossenes, vielleicht fromm getarntes, Warten auch. Hanniel schreibt: Wir Zwanziger und Dreissiger sind eine Generation von zögernden, zaudernden Multioptions-Surfern (eine unmögliche Konstruktion, ich weiss). So beschreibt DeYoung unsere Generation – wie ich finde,

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Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners (4): Die Beschaffenheit der Aufsicht über die Herde

In den vorangegangenen zwei Kapiteln ist Baxter zuerst auf den Satz „Habt Acht auf euch selbst“ eingegangen. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, dass die Prediger zuerst über ihren eigenen Zustand und das, was sie für ihre eigene Seele tun müssen, nachdenken, bevor überhaupt überlegt werden kann, was für den Nächsten/die Gemeinde getan werden muss. Ansonsten kommt es zu dem Problem, dass das, was sie öffentlich verkündigen, durch ihr Verhalten wieder in Zweifel gezogen wird. „So

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Marriage and Men

Mit ein paar Freunden sprachen wir in letzter Zeit öfter über Mark Driscoll, Pastor der Mars Hill Church in Seattle und Betreiber von The Resurgence [nicht mehr verfügbar]. Gestern hörte ich seine Predigt Marriage and Men, die ich an dieser Stelle empfehlen möchte. Mark Driscoll macht in seiner Predigt anhand von 1. Petrus 3,7 – durchaus praktisch – klar, was es bedeutet ein rechter Ehemann zu sein, was es heißt seine Frau zu ehren und was

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Familienwerte

Vor einiger Zeit las uns Papa einen Auszug aus dem Andachtsbuch „Stille Zeit zu zweit“ von Dennis und Barbara Rainey vor. Dennis Rainey schreibt: Vor ein paar Jahren waren wir mit der ganzen Familie im Auto unterwegs. Ich fragte die Kinder, was ihrer Meinung nach unsere Familienwerte seien. Die Antworten sprudelten nur so hervor: „Gott, nicht so viel Fernsehen gucken, Verantwortung, Aufgaben im Haushalt, Freundschaft, Freundlichkeit, Respekt, Ausbildung, Kirche, Ermutigung, Dienen, Gehorsam, Disziplin, Teilen, Geben,

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Warum Martin Katharina heiratete

Luthers Ehe entspringt weder einer romantischen „Liebe auf den ersten Blick“, noch ist sie eine reine Vernunftehe. Sie ergibt sich quasi aus den Umständen und ist ein Teil von Luthers Auftrag. Würde nämlich Katharina in ihre katholische Heimat (Herzogtum Sachsen) zurückkehren, begebe Sie sich in schwerste Gefahr. Also muss für sie ein Ehemann gefunden werden. Luther sucht daher für die obdachlose Klosterfrau eine Unterkunft. Nach ein paar Fehlschlägen, sie mit Freunden zu verheiraten, verlobt er

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Wenn Sünder sich das Ja-Wort geben (5): Fahrübungen für eine gesegnete Ehe

Im vierten Kapitel geht Harvey auf die Frage ein, wie man in einer Ehe Gottes Gnade wirksam werden lassen kann. Er bedient sich dazu des Vergleichs mit einer Autofahrt. Es geht nicht nur darum, hinter dem Lenkrad zu sitzen, sondern den Gang einzulegen und zu starten. Aber wie kann das geschehen? „Biblisch gesprochen bedeutet „theologisch den Gang einlegen“ in die Straße der Weisheit einzubiegen. In der Bibel ist die Weisheit kein mystisches Wissen oder einfach

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Pornografie und Stolz

Nach einer amerikanischen Studie kämpfen etwa 50 % gläubiger Männer und 20 % gläubiger Frauen mit Pornografie. Heath Lambert geht in seinem Buch „Finally Free: Fighting for Purity with the Power of Grace“ auf die Wurzel der Sünde ein: Stolz. “At the root of viewing pornography is an arrogant heart that says: ‘I will have whatever I want. And if I want pictures of naked women, I am going to have it. And I don’t

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J.R.R. Tolkien über die Freundschaft zu C.S. Lewis

C.S. Lewis, der Autor der Chroniken von Narnia und J.R.R. Tolkien, der Autor von Der Herr der Ringe, sind für ihre gegenseitige Freundschaft bekannt. Tolkien war auch derjenige, der Lewis in Bezuf auf das Christentum herausforderte. Ich stelle mir die langen Abende und Nächte, in denen die beiden (mitunter auch mit weiteren Freunden) über Mythologie, das Christentum und die Beziehung von Mythos und Evangelium sprachen, herrlich vor. Alan Jacobs schreibt, dass „Tolkiens Frau Edith […]

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Wenn Sünder sich das Ja-Wort geben (4): Nebel des Kriegs und das Gesetz der Sünde

Das vierte Kapitel beginnt mit einem Beispiel aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Es hatten sich viele Schaulustige versammelt um sich eine der ersten größeren Schlachten des Kriegs anzuschauen. Während des Kampfes verlagerte sich das Schlachtfeld und auf einmal befanden sich die Schaulustigen mit ihrem Picknick inmitten der Soldaten und der Kriegswirren. Harvey will mit diesem Beispiel etwas deutlich machen: „Die Picknicker lernten an jenem Tag etwas über den Krieg. Du kannst ihm nicht nahe und zugleich

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Wenn Sünder sich das Ja-Wort geben (3): Ehe ist „eine Theologie des Alltags“

In dem letzten Beitrag ging es um die Tatsache, dass jeder Christ ein Theologe ist. Es ist jedoch nicht so, dass wir uns nun in einer Art Elfenbeinturm tiefgründiger Gedanken befinden. Dave Harvey spannt den Bogan dahin, dass wir Christen „Alltagstheologen“ sind. Wir versuchen unseren Glauben in einer Welt anzuwenden, in der wir als Paare miteinander wüten, streiten und sogar Türen zuknallen: „Und dennoch muss ich jetzt mit dem Evangelium kommen – Christus kam in

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