Christus allein

„Ehe für alle“ – Fortschritt wohin?

Dr. Reinhard Junker hat Anfang November einen Artikel zur „Ehe für Alle“ veröffentlicht. Einige Zitate daraus: Zur Begründbarkeit durch die Bibel: „Denn eine Kirche, die sich dazu drängen ließe, homosexuelle Betätigung nicht mehr als Abweichung von der biblischen Norm zu behandeln und homosexuelle Lebensgemeinschaften als eine Form persönlicher Lie- besgemeinschaft neben der Ehe anzuerkennen, eine solche Kirche stünde nicht mehr auf dem Boden der Schrift, sondern im Gegensatz zu deren einmütigem Zeugnis. Eine Kirche, die

Das Toben der Nationen

Vermehrte Terroranschläge, Bedrohung durch den Islam (und wie ihm dazu in Deutschland „der Hof gemacht wird“), die zunehmende Globalisierung und Auflösung der Demokratie, die Abschaffung christlicher Werte – zugegeben, es ist nicht die attraktivste Art einen Artikel mit so einer negativen Aufzählung zu beginnen. Aber genau diese Dinge spielen sich in der Welt ab und wirken insbesondere für uns Christen oft wie eine (übermächtige) Bedrohung, der wir uns nicht gewachsen sehen und die jetzt mit

Der 1. Mai und eine christliche Sicht auf Arbeit

Die Tatsache, dass der letzte 1. Mai auf einen Freitag fiel, hat vielen Deutschen ein langes Wochenende beschert. Bei dem „Tag der Arbeit“ handelt es sich nicht um einen christlichen Feiertag. Auch entstammt der Feiertag keiner christlichen Tradition – eher das Gegenteil ist der Fall. Trotzdem bietet sich hier die gute Gelegenheit, kurz über das christliche Verständnis von Arbeit nachzudenken. In seinem Buch Christus im Alten Testament geht Thomas Schirrmacher zu Beginn auf die Dreieinigkeit

Ist geistige bzw. intellektuelle Arbeit wirklich Arbeit?

Man unterscheidet physische und geistige Arbeit – und das ist auch genau richtig so. Geistige Arbeit ist keine physische Arbeit und physische Arbeit ist nicht (zwangsläufig) geistige Arbeit. Vielfach wird aber auch gefragt, ob geistige Arbeit denn überhaupt Arbeit sei. Man schwitzt nicht und das Ergebnis geistiger Arbeit ist oftmals nicht greifbar. Das ist anders, wenn man z.B. einen Schrank baut. Doug Wilson erklärt hier sehr einfach, warum geistige Arbeit auch tatsächlich Arbeit ist:

Die wirtschaftliche Zielsetzung von Gender Mainstreaming

In der Reihe kurz+bündig ist das Band „Gender Mainstreaming“ veröffentlicht worden. Der Gießener Theologieprofessor Christoph Raedel bewertet darin eines der folgenschwersten politischen Konzepte der gegenwärtigen Politik. In einem Interview mit bq (Bonner Querschnitte) anlässlich der Veröffentlichung kritisiert Raedel etwa die „kaum verschleierte wirtschaftliche Zielsetzung“ von GM: GM mag seinen Ausgang mit politisch-ideologischen Anschauungen genommen haben, inzwischen ist das Leitparadigma aber ein wirtschaftliches. Öffentlich möchte es kein Verantwortungsträger so hart sagen, aber wir steuern mit statistisch 1,4 Kindern pro Frau auf eine

Wieder mal Gott gespielt!

Gestern hörte ich im Radio von dem Witwer Ulrich Koch, der momentan dabei ist die deutschen Behörden anzuklagen, weil seiner Frau – seiner Meinung nach – ein menschenwürdiger Tod verweigert wurde. Heute fand ich einen entsprechenden Artikel bei pro [Artikel nicht mehr abfrufbar]: Sollte es in Deutschland ein Recht auf Sterbehilfe geben? Um diese Frage ging es bei der Beschwerde von Ulrich Koch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Deutsche Behörden hatten seiner querschnittsgelähmten

"Frauenfeindlich: Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden"

Das Gemeindenetzwerk hat eine Rezension zum von Martina Kempf verfassten Buch „Frauenfeindlich: Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden“ veröffentlicht. Da heißt es unter anderem: Die weitgehende Freigabe von Abtreibungen in den 1970er Jahren wird von Vielen bis heute als „frauenfreundliche Errungenschaft der Emanzipationsbewegung“ angesehen. Martina Kempf erteilt mit ihrem Buch dieser oberflächlichen Sicht eine deutliche Absage. Das Gegenteil ist wahr. Was als „frauenfreundlich“ verkauft wird, weil es ein vermeintliches Recht beinhaltet, ist in Wirklichkeit zutiefst

Zur Situationsethik

In den letzten Artikeln in diesem Blog ging es um die Frage nach der Situationsethik. Konkret: Darf ein Christ in bestimmten Situationen lügen? Darf er in bestimmten Situationen gegen das Gesetz handeln? Darf er in bestimmten Situationen dem Ältesten der Gemeinde ungehorsam sein? Um diese Frage zu beantworten, führt fast kein Weg an Bonhoeffer vorbei. Ich habe nicht die Zeit, sehr ausführlich darauf einzugehen, möchte aber auf seine „Ethik“ (hier gebraucht zu erwerben, bei mir auszuleihen)