Christus allein

Der Prophet Haggai (5): Gott wird triumphieren (Hag 2,20-23)

Hier geht es zu Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4 der Beiträge zum Propheten Haggai. Nachdem das Volk im vorherigen Abschnitt ermahnt wird, dass nur ein hingegebener Dienst sein Wohlgefallen weckt, wendet sich Gott nun persönlich dem Projektleiter Serubbabel zu. Die Botschaft erreicht Serubbabel am selben Tag wie die vorherige und schließt das Buch Haggai ab. Der Grund dafür, dass diese Unterredung zwischen dem Propheten und dem Projektleiter unter vier Augen geführt wird,

Mit Zuversicht ins neue Jahr

In 2. Petrus 1,3-11 finden sich drei Gründe, warum wir zuversichtlich in das Jahr 2018 gehen dürfen:  (1) Gott hat die Grundlage für ein authentisches, fruchtbares Christsein gelegt 3 Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend, 4 durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet,

Der Prophet Haggai (4): Was Gott will, ist ein hingegebener Dienst (Hag 2,10-19)

Nachdem Haggai das Volk zur Wiederaufnahme des Tempelbaus ermahnt hat (1,1-15), sie in einer schweren Phase ermutigt hat (2,1-9), belehrt er sie nun über die rechte Art des Gottesdienstes (2,10-19). Dazu erhält er den Auftrag die Priester aufzusuchen und ihnen zwei Fragen zu stellen. Haggai betritt der Opferplatz und stellt den geistlichen Führern die erste Frage: „Wenn jemand heiliges Fleisch (= Opferfleisch) im Zipfel seines Gewandes trägt und mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes, Wein,

Der Prophet Haggai (3): Auszeit für entmutigte Bauarbeiter (Hag 2,1-9)

I. Eine entmutigende Ausgangssituation (1-3) Es sind bereits knapp vier Wochen Bauzeit vergangen, als Gott sich seinem Volk erneut zuwendet. Es ist ein einfacher Grund: das Volk bedarf einer stärkenden Auszeit. Die Anfangsmotivation scheint der ernüchternden Realität gewichen zu sein. Die Arbeit ging womöglich nicht so schnell voran, wie gedacht und ihr ganzes Tun schien in ihren Augen so viel wie Nichts zu sein. Was die Alten unter ihnen aber vor allem schmerzte, war die

Der Prophet Haggai (2): Der Weg zu einem brennenden Herzen (1,1-15)

Es war der erste Tag des Monats, nach dem jüdischen Mondkalender also Neumond, als Gottes Wort durch Haggai an den geistlichen Leiter Jeschua und an den politischen Führer Serubbabel erging. Jeder Monat wurde mit dem Blasen in die Trompeten, ähnlich unseren Turmglocken, und mit besonderen Opfern auf dem Tempelplatz begangen[1]. Die Besonderheit dieses Tages nutzt Haggai um seine Botschaft einer großen Zuhörerschaft zu verkünden. Seine Botschaft ist ein dreifacher Aufruf: Gebt eure Gleichgültigkeit auf (1,1-4)! Erkennt

Der Prophet Haggai (1): Baut das Haus des Herrn!

Haggai steht im Schatten der großen Propheten wie z.B. Jesaja und Jeremia, aber auch einige der zwölf kleinen Propheten verweisen ihn in Bezug auf die Popularität auf einen der hinteren Plätze. Viele werden wohl ihre Schwierigkeit haben ihn in der Bibel auf Anhieb zu finden oder gar seine Botschaft zu formulieren. Doch was diesen kleinen Propheten gegenüber allen anderen ausmacht ist sein enormer Erfolg! Kein anderer Prophet hatte die Freude solch eine kurzfristige und leidenschaftliche

Wenn Gemeinden durch die Verurteilung anderer leben

Hanniel hat bereits 2013 auf eine Liste von ungesunden Eigenschaften hingewiesen, die von Gemeinden entwickelt werden, die vor allem durch die Verurteilung anderer leben. Ich habe die Liste auszugsweise ins deutsche übertragen, weil sie ein erstaunlich genaues Bild von manchen sog. „konservativen“ Gemeinden zeichnet: Die Mitglieder werden einer Art Gehirnwäsche unterzogen, dass sie von der einzig wahren Gemeinde abirren und ihre Seelen in Gefahr geraten, wenn sie an irgendeinem Punkt von der Tradition der eigenen

Der Predigtstil von Esra

Wie soll man predigen, damit ein Volk, dass sich zwar „Volk Gottes“ nennt, aber das Wort Gottes nicht wirklich kennt, wieder neu belebt wird? Emotional? Mit bewegenden Geschichten oder Erfahrungen? Mit der Moralkeule? Esra zeigt bereits im Alten Testament, dass er auf die Auslegungspredigt setzt: Esra öffnete das Buch vor aller Augen, denn er stand höher als das versammelte Volk. Als er das Buch aufschlug, erhoben sich alle. […] Man las aus dem Buch, dem Gesetz Gottes,

Das Toben der Nationen

Vermehrte Terroranschläge, Bedrohung durch den Islam (und wie ihm dazu in Deutschland „der Hof gemacht wird“), die zunehmende Globalisierung und Auflösung der Demokratie, die Abschaffung christlicher Werte – zugegeben, es ist nicht die attraktivste Art einen Artikel mit so einer negativen Aufzählung zu beginnen. Aber genau diese Dinge spielen sich in der Welt ab und wirken insbesondere für uns Christen oft wie eine (übermächtige) Bedrohung, der wir uns nicht gewachsen sehen und die jetzt mit

Michael Martens: „Persönliche Reformation“

Vor drei Wochen fand vom 27. bis zum 29. April die 7. Evangelium21-Konfernz in der Arche-Gemeinde in Hamburg statt. Über die Konferenz an sich wurde bereits berichtet: Ron Kubsch hat bei Theoblog darüber geschrieben, Hanniel Strebel hat ausführlich berichtet und auch bei der Gospel Coalition ist eine Zusammenfassung erschienen. Ich persönlich bin auch sehr dankbar, dass ich bei der Konferenz dabei war, herausgefordert und ermutigt wurde. Michael Martens hat über das Thema „Persönliche Reformation“ gesprochen und,