Christus allein

Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners (6): Beweggründe, die antreiben sollen, auf die ganze Herde Acht zu haben

Schon eine lange Zeit (fast 9 Monate) habe ich nicht mehr über das Buch von Richard Baxter gebloggt; vor kurzem jedoch wurde ich ermutigt, trotz der langen Zeit weiter über den Inhalt des Buches zu berichten, was ich hiermit tun möchte. Damit ihr einen kleinen Überblick zum Wiedereinstieg habt ist hier ein ganz grober Überblick über das bereits Geschriebene: Nachdem Baxter erläutert, warum er dieses Buch verfasst hat – nämlich um den geistlichen Stand seiner

Matthew Henry zu Hebräer 13,17

„Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure Seelen – und dafür müssen sie Rechenschaft geben -, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch. “ – Hebräer 13,17 Matthew Henry ist ein fundierter und gern zitierter Bibelkommentator. Er bemerkt zu dieser Stelle: … the apostle tells us what is the duty that people owe to their living ministers […] The duty—to obey them,

Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners (4): Die Beschaffenheit der Aufsicht über die Herde

In den vorangegangenen zwei Kapiteln ist Baxter zuerst auf den Satz „Habt Acht auf euch selbst“ eingegangen. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, dass die Prediger zuerst über ihren eigenen Zustand und das, was sie für ihre eigene Seele tun müssen, nachdenken, bevor überhaupt überlegt werden kann, was für den Nächsten/die Gemeinde getan werden muss. Ansonsten kommt es zu dem Problem, dass das, was sie öffentlich verkündigen, durch ihr Verhalten wieder in Zweifel gezogen wird. „So

Wie man dienstuntauglich werden kann

Nie gegen einen Bruder, sondern immer um einen Bruder kämpfen! Es mag sein, dass wir in wichtigen Dingen verschiedener Meinung sind. Das wollen wir nicht gering nehmen. Aber lasst es doch nicht zu diesen verhärteten Fronten kommen. Auch der andere, der oft soviel Unverständliches tut, der dir vielleicht sehr wehgetan hat, bleibt dein Bruder. Und bis zum letzten Atemzug seid ihr um Jesu willen zusammengebunden und müsst umeinander ringen, nie gegeneinander. Wenn es erst einmal

Das Motiv unseres Dienstes: Anerkennung und Macht?

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, während einer langen Autofahrt eine Karfreitagspredigt von Tim Keller über Philipper 2,1-11 zu hören (Imitating the Inkarnation). 3 Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. 4 Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen. 5 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, 6 der, als er in der Gestalt

Feilen am Rohmaterial: Als Leiter wachsen

Paulus schreibt an Timotheus: „Wer nach einem Aufseherdienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit.“ (1. Tim 3,1). Es ist nicht zwingend eine Anmaßung, wenn Menschen ihre Gaben klar erkennen und in Gottes Reich einbringen wollen, selbst wenn es um die Leitungsfunktion geht. Ryan Kearns schreibt auf The Resurgence von einem Treffen mit einem jungen Mann, der seine Führungsgabe erkannte und sie im Reich Gottes einbringen wollte. Er bemerkt dabei die Spannung zwischen dem „Rohmaterial“, das Gott jungen

Ratschläge an Alt und Jung

Johannes Calvin im 16. Jahrhundert: Ihr Alten, neidet den Jungen nicht die Gaben, die sie empfangen haben, sondern freut euch und lobt den Herrn, der sie erteilt hat. Ihr Jungen, seid bescheiden, und trachtet nicht, euch über Gebühr hervorzutun; denn die Jugend ist selten frei von Ruhmsucht und neigt zur Verachtung anderer Meinungen. Diese Aussage hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt!

Leadership Is Work!

John MacArthur macht in seinem Blog am Beispiel Nehemias deutlich, dass geistliche Führerschaft durchaus Arbeit bedeutet, anstrengend sein kein und nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte:  However, Nehemiah was no such leader. He was not passive, arrogant, or indecisive. Good leaders never are. They don’t ask others to do what they are unwilling to do themselves. Nehemiah rolled up his sleeves and worked as diligently as anyone else. “We labored in the work,”

Johannes Busch (15): Grundsätze der Jugendarbeit

Das Leben von Johannes Busch ist eng mit der Arbeit des Westdeutschen Jungmännerbundes verbunden gewesen, der unter seiner Leitung trotz den Schwierigkeiten des zweiten Weltkrieges richtig aufblühte. Busch nennt drei Dinge, die er schon in den Anfängen seiner Arbeit als Bundeswart für besonders wichtig für das Werk erachtete: Die klare Entscheidung jedes Einzelnen. Das Reich Gottes wird weder durch große Programme noch durch das Aufgebot der Massen gebaut. […] Die Entscheidung über Sein oder Nichtsein unseres