Christus allein

Theo:logisch – Rezension

Heutzutage verbindet man mit dem Wort „Glauben“ oft etwas Irrationales, was nicht durch vernünftige Argumente zu belegen ist. Das Buch theo:logisch von William L. Craig verfolgt das Anliegen, mit diesem Missverständnis aufzuräumen und zu zeigen, dass der christliche Glaube durchaus auf vernünftigen Argumenten fußt und keinen Sprung vom Rationalen ins Irrationale erfordert. Die Besonderheit des Buches ist, dass es sich an Ungläubige richtet und gerade ihnen vernünftige Argumente aufzeigen möchte oder um es mit den

Atheismus einmal anders betrachtet: Jean Paul und Stephen King

Was bedeutet die Existenz eines allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gottes für das persönliche Leben von individuellen Menschen? Atheisten wie Christopher Hitchens verbinden diesen Gott mit George Orwells „Big Brother“, mit einer Macht also, die das gesamte Leben überwacht, kontrolliert und echte Freiheit unmöglich macht (übrigens auch echte Moral, wie Hitchens hier argumentiert; John Lennox geht hier auf den Big Brother-Vorwurf Hitchens ein). Ist Gott ein Big Brother? Schränkt seine Gegenwart uns ein? Raubt Gott uns

Wie Matthias Lohmann zum Glauben kam

Matthias Lohmann, Pastor der FEG München-Mitte und Vorsitzender des Netzwerkes Evangelium21 gibt Zeugnis davon, wie Gott ihn aus einem dem Namen nach geprägten Christentum zum lebendigen Glauben bekehrte. Für mich das entscheidende Faktum: Es gab Menschen, die 1. seine ehrlichen Fragen beantworteten und 2. ihm dabei nicht eine Religion mit Regeln und to-do’s vermittelten, sondern das Evangelium der freien Gnade. Der hörenswerte Bericht findet sich hier:

Musik als Gottesbeweis?

Welchen Nutzen hat (klassische) Musik? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele gute Antworten. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor einiger Zeit auf meinem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof Mozart gehört und mich gefragt habe, wie man diese Musik hören und nicht an Gott glauben kann? Es ging mir dabei nicht primär um Mozart (es könnte sich um dieses Stück aus der Hochzeit des Figaro gehandelt haben), sondern ganz allgemein um die

Jonathan Haidt and Tim Keller: The Closing of the Modern Mind

Vor einigen Tagen haben Tim Keller und Jonathan Haidt im Rahmen des Veritas Forums über Pluralismus, Glauben und moralische Meinungsverschiedenheiten gesprochen. Die Veranstalter schreiben dazu: „What should be our foundation for morality? How do we deal with the inevitable moral conflict in society? Is morality just a social construct? How do we deal with our biases?“ Tim Keller ist den meisten Christen ein Begriff. Jonathan Haidt ist Professor für Psychologie mit einem besonderen Fokus auf Moral. Haidt

Larry Taunton: The Faith of Christopher Hitchens

Larry Taunton hat kürzlich das Buch The Faith of Christopher Hitchens geschrieben. Brian Mattson hat das Buch für die Gospel Coalition rezensiert (bei Evangelium21 ist eine Übersetzung erschienen). Auch die New York Times hat das Buch besprochen. Die Rezensionen laden auf jeden Fall zum Lesen ein – und wer sich unter Christopher Hitchens bisher nur einen kalten, ignoraten und gefährlichen Atheisten vorgestellt hat, wird positiv überrascht werden. Ich finde es erstaunlich, dass ein Mann wie

Tim Keller: Faith is Reason

Heutzutage müssen sich Christen, aber auch generell Gläubige, oft den Vorwurf anhören, dass sie lediglich „glauben“ würden, das „Denken“ hingegen sträflich vernachlässigten. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen ehemaligen Lehrer, der Schüler, insofern sie ihre Antwort mit „ich glaube“, begannen mit zurechtweisenden Worten in die Kirche verwies: „Glauben kannst du in der Kirche! Hier (im Unterricht) wissen wir.“ Haltbar ist dieser Gedankengang natürlich nicht, trotzdem ist er weit verbreitet. Interessanterweise ist der Grund, warum

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (13): Gebrauche deine Vernunft zu Gottes Ehre

Für viele Gläubige klingt das Wort „Vernunft“ bzw. „Verstand“ nach Sünde. Schließlich macht doch Paulus auch im Römerbrief 1,20-23 klar, „dass der Abfall des Menschen von Gott in seinem Denken beginnt“. Ist die Vernunft also böse? Hierauf muss ein deutliches Nein gegeben werden, denn „die Boshaftigkeit bezieht sich nicht auf die Formen des Denkens (z.B. die Logik), sondern auf die Denkvoraussetzungen und Inhalte. […] Wir neigen dazu, den Bericht über den Sündenfall so zu deuten, als

Timothy Keller: Warum Gott?

Ich habe kürzlich endlich einmal, nachdem ich es immer mal wieder auszugsweise gelesen und viele wertvolle Gedanken des Buches aus seinen Vorträgen entnommen habe, Tim Kellers „Warum Gott“ komplett gelesen. Ich möchte das Buch an dieser Stelle empfehlen. Tim Keller ist seit ca. 20 Jahren Pastor einer großen Gemeinde in New York. Als er seinen Dienst begann, verurteilten ihn viele zum Scheitern. Die heute existierende „Redeemer Presbyterian Church“ belehrt die Zweifler eines Besseren. Tim Keller