Christus allein

Gott ist persönlich

In meiner beruflichen Tätigkeit ergibt es sich immer wieder, dass ich mit Jugendlichen ins Gespräch über Gott und die Welt komme. Kürzlich erst habe ich wieder feststellen können, dass es ihnen leichter fällt, an Außerirdische zu glauben als dass Gott eine Person ist, die die Welt geschaffen hat und mit der sie sprechen können. Am ehesten können sie sich Gott noch als irgendeine Energie vorstellen. Unabhängig davon, dass ihr Glaube dabei auf einer sehr wackeligen

Die Langmut Gottes

Der langmütige Gott – früher Wenn man sich die Geschichte Israels in der Bibel ansieht, muss man auf der einen Seite fast ständig Ungehorsam der Israeliten und auf der anderen Seite immer wieder eine besondere Eigenschaft Gottes feststellen: seine Langmut. Zum Beispiel wird in Nehemia 9 rückblickend auf die Zeit des Auszugs aus Ägypten und die Zeit danach geschaut. Das Volk Israel, das gerade von Gott aus der Sklaverei befreit wurde, murrt und möchte wieder

Jonathan Haidt and Tim Keller: The Closing of the Modern Mind

Vor einigen Tagen haben Tim Keller und Jonathan Haidt im Rahmen des Veritas Forums über Pluralismus, Glauben und moralische Meinungsverschiedenheiten gesprochen. Die Veranstalter schreiben dazu: „What should be our foundation for morality? How do we deal with the inevitable moral conflict in society? Is morality just a social construct? How do we deal with our biases?“ Tim Keller ist den meisten Christen ein Begriff. Jonathan Haidt ist Professor für Psychologie mit einem besonderen Fokus auf Moral. Haidt

1. Mose als polemisches Traktat

Ich habe gestern einer Vorlesung zu 1. Mose mit Kai Soltau beiwohnen dürfen. Er betonte, dass das Buch nicht als wissenschaftliches Werk, dass z.B. der Frage nach der Schöpfung nachgeht, zu verstehen sei. Vielmehr stellt es ein polemisches Traktat dar. Mose stellt den verschiedenen Weltanschauungen bzw. mythischen Vorstellungen des alten vorderen Orients (Zeitraum: ca. 3000-2000 v.C.) den Glauben an den lebendigen Gott gegenüber. Dabei zeigt er deutliche Unterschiede auf. In Anlehnung an D. A. Carsons „The

Der Heilige Geist: Ein Scheinwerfer

Es kommt nicht darauf an, daß du seltsame Gedanken und schöne Aufklärung über das Wesen des Heiligen Geistes selbst bekommst, sondern er will dir nur Jesus wichtig machen. Er bleibt selbst gern im Dunkel, wenn Jesus nur hell beleuchtet wird. Darin ist er wie ein Scheinwerfer, der sein Licht auf einen bestimmten Punkt in der Ferne sammelt. Wo er hingerichtet ist, wird alles hell und deutlich – während das Schiff, von dem er ausgeht, selbst

Gemeinsames Leben (4): Der Morgen

Nachdem Bonhoeffer im 1. Kapitel den Begriff der christlichen Gemeinschaft definiert hat, geht er im 2. Kapitel auf den gemeinsamen Tag ein. Zuerst erinnert er daran, dass der neutestamentliche Tag im Gegensatz zum alttestamentlichen Tag nicht am Abend, sondern am frühen Morgen beginnt. Während der Beginn des Tages im AT damit die „Zeit der Erwartung“ darstellt, deutet sie im NT die „Zeit der Erfüllung, der Auferstehung des Herrn“ an. Deshalb erklärt Bonhoeffer: Die Frühe des

Das Gebot der Liebe

Wenn man in Gespräche oder in Diskussionen über komplexe Weltanschauungen und Lehren verwickelt ist und dabei sehr weit ins Detail geht, kann es sein, dass man irgendwann einhält und fragt: „Worum geht es hier eigentlich wirklich?“ Der christliche Glaube ist unendlich reich und vielseitig und man sollte sich immer wieder in seine Lehren versenken, sich hineinlesen und auch kleinste Details genau untersuchen. Ich möchte an dieser Stelle aber kurz der obigen Frage nachgehen: „Worum geht

Gott kennt dich

Stell dir vor, jemand würde alles, wirklich alles von dir wissen! Ist das nicht ein wirklich unangenehmer Gedanke? Jeder Neid, jede Bitterkeit, jeder unreine Gedanke wäre dieser Person bekannt. Außerdem wüsste diese Person, wie wir bei bestimmten Situationen reagieren und empfinden. Ich kann nach außen ein ganz bestimmtes Bild von mir entstehen lassen, aber die besagte Person wüsste genau, wie es im Inneren wirklich aussieht. Gott ist so – er weiß wirklich alles von uns.

Die Bedeutung der Gotteserkenntnis

In dem Buch „Gott erkennen“ beschreibt J. I. Packer den Stellenwert der Gotteserkenntnis im persönlichen Leben: Wofür sind wir geschaffen? – Um Gott zu erkennen. Welches Ziel sollen wir uns im Leben setzen? – Gott zu erkennen. Was ist das „ewige Leben“, dass Christus gibt? – Gotteserkenntnis. „Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, der Du allein wahrer Gott bist, und den Du gesandt hast, Jesus Christus erkennen“ (Johannes 17, 3). Was ist