Christus allein

Auszüge aus „Wie kann man Gott gefallen?“ A.W. Tozer

In dem Kapitel  „Kirchenzugehörigkeit: Kein Ersatz fürs Handeln“ finden sich ermahnende und ermutigende Aussagen, die uns Christen heute mindestens ebenso gut einen Spiegel vorhalten wie zur Zeit der Abfassung des Buches. Hier einige Zitate: „Der höchste Zweck des Christentums besteht darin, dass Menschen Gott ähnlich werden, damit sie so handeln wie Gott. In Christus folgen die Verben sein und tun einander in dieser Reihenfolge. Wahres Christentum führt zu moralischem Handeln. Der einzig wahre Christ ist

Paul Washer: Gefahren für die Neuen Calvinisten

Tim Challies hat ein Interview mit Paul Washer geführt und ihn u.a. nach seiner Einschätzung der Neuen Calvinisten gefragt. Washer beobachtet neben der erfreulichen Tatsache, dass die alten Wahrheiten der Reformationszeit (die fünf solas) wieder entdeckt werden, auch einige Gefahrenpunkte: Die Tendenz zu Extremen (Verlust der Ausgewogenheit der Lehre) Die Tendenz, Gott rational erklärbar zu machen (Das theologische Modell wird zum Maßstab, nicht mehr die Schrift) Ein leerer Intellektualismus (während die Lehre perfektioniert wird, hinkt

Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners (3): Acht Beweggründe, warum Prediger auf sich Acht haben müssen

Nachdem Baxter gezeigt hat, in welchen Bereichen Prediger auf sich Acht haben müssen, nennt er acht Beweggründe, um die Prediger zu dieser Pflicht wachzurütteln. 1. Habt Acht auf euch selbst, denn ihr habt einen Himmel zu gewinnen oder zu verlieren, Seelen, die ewig selig oder ewig unselig werden; und darum müsst ihr bei euch selbst anfangen und auf euch genauso gut Acht haben, wie auf andere. 2. Habt Acht auf euch selbst, denn ihr habt

Das Predigeramt aus Sicht eines Puritaners (2): Bereiche, in denen Prediger auf sich Acht haben müssen

Nachdem Richard Baxter seine Beweggründe für dieses Buch geschildert hat, gibt er noch, bevor er mit der Abhandlung anfängt, eine kurze Einführung. Der Vers aus Apostelgeschichte 20, 28 dient ihm als Grundlage für sein Buch: „So habt nun Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.“ Baxter untersucht diesen Text unter

Gebet für ein der Lehre entsprechendes Leben

Als ernsthafte Christen möchten wir Gottes Gebote halten. Für uns ist klar, dass in ihnen die Grundlage für ein hochwertiges geistliches Leben liegt, was wiederum Gott die entsprechende Ehre gibt. Und doch sehen wir oft eine große Diskrepanz zwischen Lehre und Leben – bei Anderen und bei uns persönlich. Die Sehnsucht, Gottes Wort wirklich zu halten, findet sich auch in der Bibel. In Psalm 119, 5 heißt es: O dass mein Leben deine Rechte mit

Ist Systematische Theologie überflüssig?

„Immer wieder einmal kommt es vor, dass wirklich gute und treue Christen in Gesprächen, Kommentaren oder Andeutungen festhalten, dass Theologie nicht so wichtig sei und ihnen die Bibel und die persönliche Erfahrung reichen würden. Mit Theologie meinen sie damit in der Regel die sogenannte Systematische Theologie. Ist das wahr?“ Eine kurze, aber treffende Antwort auf diese Frage sollte im Blog von René Malgo nachgelesen werden [Artikel leider nicht mehr verfügbar].

Von Paulus lernen: Biblisches Gebet

Hat ein Mensch mit seiner Bekehrung sein endgültiges Ziel erreicht? Dieser Frage ging die heutige Predigt nach. Paulus schreibt im ersten Kapitel seines Kolosserbriefes: 9. Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlicher Weisheit und Einsicht, 10. damit ihr des Herrn würdig wandelt […] Der Text wurde anhand von drei

Manfred Siebald über C. S. Lewis

Die Bücher und Essays von C. S. Lewis machten mir die Wichtigkeit logischen und klaren Denkens innerhalb einer ganzheitlichen Existenz deutlich. Nachdenken über Gott durfte nicht vom eigenen Gehorsam abgekoppelt werden, und doch (oder deshalb) konnte es sich der Glaube leisten, sich mit kritischen Fragen auseinanderzusetzten, weil er ja von viel mehr lebte als nur von theoretische Begründungen.

Die Souveränität Gottes und die Evangelisation

In den letzten Beiträgen ging es wiederholt um Gottes Souveränität in der Evangelisation. Helmut machte mich auf einen Artikel von Rudolf Möckel aufmerksam, der diese Frage aufgreift. Möckel spricht von der Erwählung zum Heil allein durch Gottes Gnade und macht deutlich, dass wir nicht nur ein bisschen tot waren vor unserer Bekehrung: Daher konnten wir in keiner Weise an unserer Rettung mitwirken. Er bleibt jedoch nicht dabei stehen. Er erklärt weiter: „Neben die Lehre von