Christus allein

Und dennoch bleibe ich stets bei dir…

Wenn man mit Gläubigen über die Zuversicht in Christus, die Heilssichherheit und die tröstende Tatsache, das nichts und niemand uns aus Gottes Hand reißen kann, spricht, hört man oft folgende Aussage: „Ja, Christus wird uns durchtragen -> wenn wir uns an ihm festhalten!“ – so oder so ähnlich hört man es dann. Ich will die Tatsache, dass der Gläubige in der Schrift sehr klar zum Bleiben (=Ausharren) aufgefordert wird (z.B. Kol. 1,23), nicht abschwächen –

Tun oder Sein

Gott geht es in unserem Leben nicht so sehr um unser Tun als vielmehr um unser Sein. Wir alle tendieren dazu, die Sünde in unserem Herzen zu unterschätzen. Wir sehen nicht das Ausmaß von Stolz, Hochmut, Egoismus, Sturheit, Selbstgerechtigkeit, fehlender Liebe und Misstrauen gegen Gott. Doch das sind Dinge, die Gott sehr wohl sieht. Schwierigkeiten bringen diese sündigen Haltungen an die Oberfläche, so wie das Feuer des Schmelztiegels Unreinheiten an die Oberfläche des geschmolzenen Goldes

Matt and Lauren Chandler on Stability amid Difficulty

Matt Candler, Pastor der Village Church und Präsident von Acts 29, brach am Morgen des Erntedankfestes 2009 unerwartet zusammen – nachdem der Tag eigentlich ganz gewöhnlich begonnen hatte. Grund war ein Hirntumor. Mark Mellinger hat während der letzten TGC-Konferenz mit Matt und seiner Frau Lauren über die schweren Jahre gesprochen (hier). Was klar wird, ist, dass Leidenszeiten, die der Herr zulässt, zu Segenszeiten werden, wenn sie als von dem souveränen Gott bestimmt angenommen werden. Lauren

Ein überraschender Befehl

Vor einigen Wochen fand in der Arche in Hamburg die Eckstein-Konferenz unter dem Titel „Der Christ und sein Charakter. Die umwandelnde Kraft des Evangeliums“ statt. Mittlerweile sind die Vorträge online und ich konnte mir den ersten Vortrag von C. J. Mahaney anhören. Sein Thema: „Ein überraschender Befehl“. Als Grundlage hatte er den Text aus Jakobus 1, 1-4 ausgewählt: Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind!

Wir dürfen leben!

Joni Eareckson schreibt in ihrer Biografie „Der Gott, den ich liebe“: Erinnerung bedeutet mir alles. Als Kind konnte ich ein afrikanisches Veilchen auf einer Fensterbank anschauen und mir später das Blaugrün der Staubgefäße, die krausen Blätter und die blassroten Blüten ins Gedächtnis zurückrufen, wenn andere schon vergessen hatten, dass da überhaupt ein Fensterbrett war. Im Jahr 1967 wurde meine Erinnerung lebenswichtig für mich. Es war das Jahr, in dem ich durch einen Tauchunfall gelähmt wurde.

Und fragst du die Wolken…

Gestern, während der Rückfahrt von Österreich nach Deutschland, ist mir das Lied „Und fragst du die Wolken“ von Johanna Ambrosius groß geworden. Obwohl ich das Lied schon lange besitze, ist mir bisher noch nie bewusst geworden was für einen Trost es verleiht. Daher, an alle Trauernde, Leidtragende und Geplagte: wir haben einen SOUVERÄNEN Gott! In dieser Gewissheit dürfen wir ruhen.   Und fragst du die Wolken da droben Warum sie so rosig glühen Warum sie

Der in seiner Abwesenheit anwesende Gott

In meinen ersten Jugendjahren habe ich sehr häufig Zweifel an meinem eigenen Glauben gehabt und stellenweise, wahrscheinlich auch durch die theologische Prägung bedingt, verzweifelt nach einem gewissen Mehr gesucht. Gott schien in meinem Leben so wenig Fuß zu fassen, so weit weg, ja nahezu abwesend zu sein – obwohl ich mich doch so schmerzlich nach ihm sehnte! Ähnliche Erfahrungen, wenngleich in anderen Zusammenhängen und verschiedener Intensität, kennen wohl alle Gläubigen. Bei Ron Kubsch habe ich

Johannes Busch (11): Krankenzimmer als Heiligtum

Es versetzt mich in ehrfürchtiges Staunen, wenn ich lese, wie Busch die letzten Tage seines Vaters auf dieser Erde beschreibt: „Wenn uns auch solch ein Sterben so fremd, ja, unheimlich war, so spürten wir Kinder dennoch, daß dies Krankenzimmer ein Heiligtum war, über dem die Ewigkeit und der Friede Gottes stand. Was haben wir in den Leidenstagen des sterbenden Vaters für wunderbare Dinge erlebt, die uns das unübersehbar einprägten, wie selbst im Tode die Gegenwart

Der Fels aus Norwegen (3): Jesu Name nie verklinget

Konzentrationslager Grini Die Biografie von Hallesby ist wirklich sehr spannend und weist zahlreiche lesenswerte Stellen auf. Doch erst auf Seite 242 wurde ich zu Tränen gerührt. Doch lest selbst, wie Hallesby von einem besonderen Geschehen berichtet, dass er während seiner zwei Jahre im Konzentrationslager Grini am Stadtrand von Oslo (1943-1945) erlebte: „Das für Hallesby ergreifendste Geschehen im Lager Grini ereignet sich, als die Gefangenen Abschied nehmen von neun jungen Männern, die am Nachmittag des 4.