Christus allein

„Du kannst die ganze Welt haben, aber gib mir Jesus!“

In letzter Zeit habe ich öfters Fernando Ortegas wirklich schönes Lied „Give Me Jesus“ gehört. Das Musikvideo ist nach der Beerdigung von Ruth Bell Graham, der 2007 verstorbenen Ehefrau des Evangelisten Billy Graham, entstanden: Der Liedtext findet sich hier und drückt einfach nur den Wunsch nach Jesus aus: am Morgen, wenn ich aufstehe; wenn ich allein bin; und schließlich, wenn ich sterbe. Es ist der Refrain des Liedes, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Darin

Gottes Gnade und der Mann in Schwarz

Nachdem der weltbekannte Evangelist Billy Graham letzte Woche Mittwoch im Alter von 99 Jahren verstarb, ist das Internet geradezu explodiert: (Eil-)Meldungen, (persönliche) Nachrufe, Tweets, Sendungen und Diskussionen über die Rolle Grahams in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (und bis in das 21. Jahrhundert hinein) dominierten zumindest die christliche Berichterstattung. Grahams Wirken und seine Person machen eine solche Reaktion nur angemessen. Ich möchte heute allerdings nicht den Tod Grahams würdigen, sondern an den Geburtstag eines

Bei Manfred Siebald zu Hause

Für mich gehört Musik zu den Dingen, die das Leben unglaublich bereichern; obwohl Musik ja eigentlich keinen konkreten praktischen Nutzen hat. Man verdient schließlich kein Geld damit und auch die Arbeit, die man hat, wird durch Musik nicht erledigt (es sei denn, man ist Musiker). Eigentlich braucht man sie nicht. Aber ist vielleicht gerade das der Punkt? Sind es nicht eigentlich die „unproduktiven“ Dinge, die das Leben wirklich wertvoll machen (und die wir dann doch

Frohe Weihnachten!

Wir wünschen allen Lesern dieses Blogs ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Sollen uns die Worte von Johann Sebastian Bach dabei begleiten: Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dir’s wohlgefallen. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen: daß ich

Musik als Gottesbeweis?

Welchen Nutzen hat (klassische) Musik? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele gute Antworten. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor einiger Zeit auf meinem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof Mozart gehört und mich gefragt habe, wie man diese Musik hören und nicht an Gott glauben kann? Es ging mir dabei nicht primär um Mozart (es könnte sich um dieses Stück aus der Hochzeit des Figaro gehandelt haben), sondern ganz allgemein um die

Herzlichen Glückwunsch, Kris Kristofferson!

Kris Kristofferson ist heute 80 Jahre alt geworden. Kristofferson ist, wie ich finde, bereits jetzt eine Legende der Country-Musik – und für einige seiner Titel bin ich ihm wirklich dankbar. Ich denke da zum Beispiel an „Why Me, Lord“ (hier eine wunderbare Version, gesungen von Johnny Cash; hier von Kris Kristofferson), „Me and Bobby McGee“ und „Feeling Mortal“. Jan Wiele schreibt für die FAZ: Über die wichtigste Anekdote in der Karriere von Kris Kristofferson sind

Anbetung – Gefühl oder Wissen?

Musik ist, auch (oder vielleicht: gerade) unter Christen, ein brisantes Thema. Wie stellt sich Gott Musik vor? Was ist wirklich „christliche“ Musik? Welche Musik sollte man im Gottesdienst spielen? Was ist mit nichtchristlichen Künstlern und Interpreten? Das sind nur einige Fragen, die sich im Zusammenhang mit Musik stellen. Was die Bibel über Musik in der Gemeinde sehr klar macht, ist die zentrale Stellung des Textes. Gesang in der Gemeinde wird in der Schrift ganz klar

Drei Fragen an Max Raabe

In der aktuellen pro-Ausgabe werden drei Fragen an den bekannten Sänger Max Raabe gerichtet: Mit Musik im Stil der 20er und 30er Jahre machte sich Max Raabe im In- und Ausland einen Namen. Der 51-jährige Bariton war Messdiener und im Kirchenchor, besuchte ein katholisches Internat und schätzt Gotteshäuser. Sind Sie ein gläubiger Mensch? Ich bin gläubiger Christ. Wobei ich sagen muss, dass sich der Gottesdienstbesuch auf ein sträfliches Maß reduziert hat. Ich schieb‘ das ein

Behold, the Lamb by Larry Nickel

Unter der Leitung von Tony Funk hat der West Coast Mennonite Chamber Choir in den letzten 20 Jahren eine Reihe von Aufnahmen, hauptsächlich mit Kompositionen und Arrangements von Larry Nickel, herausgegeben. Der Chor hat eine außerordentliche Qualität. Bei jedem Hören bin ich erneut beeindruckt und stelle fest, dass der chorische Gesang besondere, ihm eigene, Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Auf der CD „When I was a Child“ finden sich eine Reihe von Liedern zur Passion. Ich habe diese

Johnny Cash: Out Among The Stars

Gestern wies mich ein Freund auf das Erscheinen des Johnny Cash-Albums Out Among The Stars hin (vielen Dank, TP). Rolling Stone schreibt dazu: „Out Among The Stars“ stammt aus Johnny Cashs Spätphase bei seiner damaligen Plattenfirma Columbia Records, die das Album – bestehend aus 12 Songs – nie veröffentlicht hat. Aufgenommen  in den Jahren 1981 und 1984, durchlebte Johnny Cash zu jener Zeit eine Popularitätsflaute. Als Produzent wurde Billy Sherill engagiert, dessen musikalischer Zugang, Country