Christus allein

Kommentare zum neuen Buch von Wilfried Plock

Wilfried Plock, aus dessen Vorträgen und Büchern ich als junger Gläubiger einiges lernen konnte, hat im Dezember sein neues Buch „Warum ich weder Calvinist noch Arminianer bin“ herausgegeben. Auf der Facebookseite von Wilfried Plock hat Berthold Schwarz hilfreich kommentiert: Gut, dass das wichtige Thema auf Gemeindeebene angesprochen und erörtert wird, sofern Leute das Buch lesen und auswerten. Gut, dass es in dem Buch um eine ausgewogene biblische Bewertung als Zielsetzung geht, die zumindest als Mittellösung

Whitefield: Oh, wie vorzüglich sind die Lehre der Erwählung und des Ausharrens der Gläubigen!

John Pipers schließt sein Buch Five Points toward a deeper experience of God’s Grace, das ich herzlich zur Lektüre empfehle, mit einigen Zeugnissen aus der Kirchgeschichte ab. Über George Whitefield (1714-1770) berichtet er (S. 87f.): Jonathan Edwards weinte offen, als George Whitefield in seiner Gemeinde predigte, weil er sah wie sehr Whitefield die Botschaft liebte, die er predigte. Whitefield, ein großer Evangelist, sagte: „Ich begrüße den calvinistischen Ansatz nicht wegen Calvin, sondern weil Jesus Christus mich

Der Prophet Haggai (4): Was Gott will, ist ein hingegebener Dienst (Hag 2,10-19)

Nachdem Haggai das Volk zur Wiederaufnahme des Tempelbaus ermahnt hat (1,1-15), sie in einer schweren Phase ermutigt hat (2,1-9), belehrt er sie nun über die rechte Art des Gottesdienstes (2,10-19). Dazu erhält er den Auftrag die Priester aufzusuchen und ihnen zwei Fragen zu stellen. Haggai betritt der Opferplatz und stellt den geistlichen Führern die erste Frage: „Wenn jemand heiliges Fleisch (= Opferfleisch) im Zipfel seines Gewandes trägt und mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes, Wein,

Der Prophet Haggai (3): Auszeit für entmutigte Bauarbeiter (Hag 2,1-9)

I. Eine entmutigende Ausgangssituation (1-3) Es sind bereits knapp vier Wochen Bauzeit vergangen, als Gott sich seinem Volk erneut zuwendet. Es ist ein einfacher Grund: das Volk bedarf einer stärkenden Auszeit. Die Anfangsmotivation scheint der ernüchternden Realität gewichen zu sein. Die Arbeit ging womöglich nicht so schnell voran, wie gedacht und ihr ganzes Tun schien in ihren Augen so viel wie Nichts zu sein. Was die Alten unter ihnen aber vor allem schmerzte, war die

Der Prophet Haggai (2): Der Weg zu einem brennenden Herzen (1,1-15)

Es war der erste Tag des Monats, nach dem jüdischen Mondkalender also Neumond, als Gottes Wort durch Haggai an den geistlichen Leiter Jeschua und an den politischen Führer Serubbabel erging. Jeder Monat wurde mit dem Blasen in die Trompeten, ähnlich unseren Turmglocken, und mit besonderen Opfern auf dem Tempelplatz begangen[1]. Die Besonderheit dieses Tages nutzt Haggai um seine Botschaft einer großen Zuhörerschaft zu verkünden. Seine Botschaft ist ein dreifacher Aufruf: Gebt eure Gleichgültigkeit auf (1,1-4)! Erkennt

Der Prophet Haggai (1): Baut das Haus des Herrn!

Haggai steht im Schatten der großen Propheten wie z.B. Jesaja und Jeremia, aber auch einige der zwölf kleinen Propheten verweisen ihn in Bezug auf die Popularität auf einen der hinteren Plätze. Viele werden wohl ihre Schwierigkeit haben ihn in der Bibel auf Anhieb zu finden oder gar seine Botschaft zu formulieren. Doch was diesen kleinen Propheten gegenüber allen anderen ausmacht ist sein enormer Erfolg! Kein anderer Prophet hatte die Freude solch eine kurzfristige und leidenschaftliche

Musik als Gottesbeweis?

Welchen Nutzen hat (klassische) Musik? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele gute Antworten. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor einiger Zeit auf meinem Fahrrad auf dem Weg zum Bahnhof Mozart gehört und mich gefragt habe, wie man diese Musik hören und nicht an Gott glauben kann? Es ging mir dabei nicht primär um Mozart (es könnte sich um dieses Stück aus der Hochzeit des Figaro gehandelt haben), sondern ganz allgemein um die

Die Lehren der Gnade: Persönliche Berichte

Hanniel hat vor einigen Tagen in einem 8minütigen-Beitrag erzählt, wie er die Lehren der Gnade entdeckte und wie sie seinen gesamten Alltag verändern. Ich bin sehr dankbar für sein persönliches Zeugnis, weil er mir aus dem Herzen spricht. Manchmal, scheint mir, wird man als Anhänger der Lehren der Gnade als verkopfter Theologe, der unnötige Debatten führt, wahrgenommen. Man übersieht, dass diese Überzeugung nicht aus Liebe zu einem geschlossenen logischen System (das es auch gar nicht

Wir brauchen einen gesunden biblischen Realismus

Evangelium21 hat vor einiger Zeit den Vortrag „Eine Gemeinde für das 21. Jahrhundert?“ von David Jackman als Booklet herausgegeben. Ich habe David Jackman in den letzten Jahren auf zwei Konferenzen als herausragenden Lehrer, der das Wort Gottes „genau schneidet“, kennen gelernt. Folgende Aussagen haben mich in diesem Booklet zum Nachdenken gebracht: Zur notwendigen Fokussierung auf das Evangelium (seine Fragen sind herausfordernd): Wir müssen dafür beten und danach streben, dass es evangeliumszentrierte Gemeinden gibt, die konfessionelle