Christus allein

Jeder Christ glaubt an die Souveränität Gottes

In dem Buch „Prädestination und Verantwortung. Gott und Mensch in der Verkündigung“ zeigt J. I. Packer, dass letztlich jeder Christ an die Souveränität Gottes glaubt, ob er sich nun zum Calvinismus bekennt oder nicht. Die Tatsache, dass wir beten, ist der erste Beweis dafür: Wenn der Christ betet, ist es nicht ein Versuch, auf Gott einen Druck auszuüben, sondern das demütige Eingeständnis der Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wenn wir vor ihm niederknien, ist uns bewusst, dass

Und dennoch bleibe ich stets bei dir…

Wenn man mit Gläubigen über die Zuversicht in Christus, die Heilssichherheit und die tröstende Tatsache, das nichts und niemand uns aus Gottes Hand reißen kann, spricht, hört man oft folgende Aussage: „Ja, Christus wird uns durchtragen -> wenn wir uns an ihm festhalten!“ – so oder so ähnlich hört man es dann. Ich will die Tatsache, dass der Gläubige in der Schrift sehr klar zum Bleiben (=Ausharren) aufgefordert wird (z.B. Kol. 1,23), nicht abschwächen –

Rarely do you hear me talking about Calvinism

Sind Christen, die die Souveränität Gottes als Überschrift über ihre gesamte Theologie schreiben, verkopfte Theoretiker bei denen die christliche Praxis zu kurz kommt? Ich habe hier eine ermutigende und herausfordernde Antwort gefunden. Folgende Aussagen haben mir besonders gefallen: Um was es bei der Frage nach der Souveränität Gottes wirklich geht: For me, the sovereignty of God was my lifeline. Either God was in control of every detail of my life for my good and his

Prädestination oder freier Wille?

Erwin Lutzer  führt nach einer kurzen Gegenüberstellung der beiden Positionen, die klassisch durch Erasmus (freier Wille) und Luther (unfreier Wille) vertreten wurden, folgenden hilfreichen Vergleich an: …die heutigen Evangelikalen sehen den Menschen als einen Ertrinkenden, dem Gott in seiner Gnade ein Seil zuwirft. Ob der Ertrinkende nach dem Seil greift oder nicht, das liege an seiner eigenen freien Entscheidung und Bereitwilligkeit. Und hat er einmal das Seil gepackt, muss er es festhalten bis zum Schluss.

Gott wirkt die Frucht

Psalm 1 sagt deutlich, dass Frucht aus dem Wort Gottes kommt. J. I. Packer stellt fest, dass wir in der Evangelisation mit unseren Methoden nicht weiter gehen dürfen: Wenn wir vergessen, dass es Gottes alleiniges Recht ist, Frucht zu wirken, wo das Evangelium verkündigt wird, werden wir anfangen, uns selbst dafür verantwortlich zu fühlen. Und wenn wir vergessen, dass Gott allein den Glauben wirken kann, werden wir immer mehr denken, Bekehrungen zu schaffen sei letztlich

Ist das Heil (un-)verlierbar?

Kaum ein Thema wird unter Christen so kontrovers diskutiert, wie die Frage nach der (Un-)Verlierbarkeit des Heils. Meistens geht man dabei von einem theologischen Konstrukt aus, wobei alle der jeweiligen Meinung entgegenstehenden Bibelstellen entsprechend umgebogen und wegdiskutiert werden (was übrigens oftmals für beide Seiten gilt!). Aber was ist dann die richtige Antwort auf diese Frage? Können wir überhaupt wissen, was richtig und falsch ist? Einen neueren Ansatz bieten die beiden Theologen Ardel Caneday und Thomas

Achtung, Hochspannung!

Der gestrige sowie der folgende Beitrag stammen von Viktor und gehen auf die Spannung zwischen Gottes Souveränität und der menschlichen Verantwortung ein. Morgen erscheint eine Buchempfehlung zu dem Thema von Helmut. Zum weiteren Nachdenken über diese wichtige Frage, um auf keiner Seite vom Pferd zu fallen und Menschen in falsche (Un-)Sicherheit zu bringen, empfehle ich alle Beiträge in diesem Blog unter der Kategorie „Gottes Souveränität und menschliche Verantwortung“. Siegfried Kettling schreibt über die Spannung zwischen

Der Weg zum Heil: Unser Suchen oder Gottes Wirken?

Ein Beitrag von VH – Charles Spurgeon schreibt: „Der Gedanke traf mich: ,Wie bist du Christ geworden?‘ (Antwort) ,Ich habe den Herrn gesucht!‘ ,Aber wie bist du darauf gekommen, den Herrn zu suchen?‘ In diesem einzigen Augenblick leuchtete die Wahrheit in mir auf: Ich hätte ihn nicht gesucht, wenn er nicht schon vorher meine Gedanken beeinflußt hätte, indem er mich dazu brachte, ihn zu suchen. – ,Ich betete‘, so dachte ich. Aber dann fragte ich

Die Souveränität Gottes und das Gebet

Wir haben als Jugendgruppe vor einigen Tagen einen Vortrag zum Thema „Gottes Souveränität und Mission“ hören (und genießen) dürfen. Als Folgen der Souveränität Gottes für die Mission wurden z. B. Demut oder auch Optimismus genannt. Heute haben wir mit einigen Jugendlichen die Frage diskutiert, warum man denn dann noch für Verlorene beten solle, wenn Gott sowieso souverän zum Heil bestimme. Einige Antworten bieten ältere Posts (hier und hier). Speziell zu diesem Thema hat auch John