Christus allein

Michael Martens: „Persönliche Reformation“

Vor drei Wochen fand vom 27. bis zum 29. April die 7. Evangelium21-Konfernz in der Arche-Gemeinde in Hamburg statt. Über die Konferenz an sich wurde bereits berichtet: Ron Kubsch hat bei Theoblog darüber geschrieben, Hanniel Strebel hat ausführlich berichtet und auch bei der Gospel Coalition ist eine Zusammenfassung erschienen. Ich persönlich bin auch sehr dankbar, dass ich bei der Konferenz dabei war, herausgefordert und ermutigt wurde. Michael Martens hat über das Thema „Persönliche Reformation“ gesprochen und,

John Bunyan: Die Pilgerreise

Die meisten Christen wissen, glaube ich, mit John Bunyans Werk Die Pilgerreise etwas anzufangen, was allerdings nicht bedeutet, dass dieses Buch von genau so vielen Christen gelesen wurde. Auch ich habe Die Pilgerreise erst kürzlich gelesen und möchte an dieser Stelle kurz über das Buch berichten. Wie der Titel schon besagt, geht es in Die Pilgerreise um Christ, den Protagonisten, der sich auf dem Weg zur himmlischen Stadt befindet. Bunyan beginnt damit, dass Christ, ein

Gemeinsames Leben (8): Das gemeinsame Gebet in der Morgenandacht

Seit Anfang April habe ich (in ständig größer werdenden Abständen) immer wieder über Dietrich Bonhoeffers „Gemeinsames Leben“ gebloggt. Bonhoeffer definiert zunächst die Grundlage christlicher Gemeinschaft und zeigt, woran eine christliche Gemeinschaft letztlich zerbricht und welches Grundübel daran schuld ist. Im zweiten Kapitel beschreibt er den gemeinsamen Tag, der mit einer gemeinsamen Morgenandacht beginnt, zu der er neben Schriftlesung, Psalmengebet und gemeinsamem Lied auch das gemeinsame Gebet zählt. Bonhoeffer hat bei allen Elementen stark betont, dass Gottes Wort gehört, gebetet und gesungen werden soll. Beim gemeinsamen Gebet jedoch sollen wir sprechen.

Warum fasten wir?

Mit Fasten verbinden wir vor allem eine Enthaltsamkeit von Nahrung für einen befristeten Zeitraum. Aber welche Absicht steckt dahinter? Warum fasten wir? Ich muss ehrlich eingestehen, dass mir nicht wirklich klar war, was hinter dieser Praxis steckt. Wayne Grudem erklärt, welche Vorteile das Fasten bietet: 1. Das Fasten vermehrt unser Empfinden der Demut und der Abhängigkeit von dem Herrn (denn unser Hunger und unsere körperliche Schwachheit erinnern uns dann ständig daran, dass wir nicht wirklich

Die Puritaner über das Töten der Sünde

Ein essentieller Teil des christlichen Lebens ist der Kampf mit der Sünde. Ein Christ ist von der Heiligen Schrift aufgerufen, die Sünde zu töten (vgl. Kolosser 3,5 und Römer 8,13). Ich habe hier [leider nicht mehr verfügbar] einige Aussagen von Puritanern gefunden, die uns zu diesem Kampf ermutigen (frei übertragen): “Wenn der Gedanke an den Tod, das Grab und Fäulnis dir nicht gefallen, dann lass auch  sündige Gedanken dir nicht gefallen. Höre auf jede Versuchung zur Sünde als

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (9): Die Ziele der Apologetik

1. Ziel (nach außen): Effektive Evangelisation Wenn wir in L’Abri von Apologetik sprechen, können wir den Begriff nicht von Evangelisation trennen. Was hat Apologetik mit effektiver Evangelisation zu tun? Ohne Apologetik schließen wir uns einfach dem Dialog der Tauben an, reden aneinander vorbei und können uns gegenüber Menschen mit anderen Perspektiven, Weltanschauungen und Wahrheitskriterien nicht mehr verständlich machen. 2. Ziel (nach innen): Glaubensstärkung Die wichtigste Person, mit der ich Apologetik betreiben muss, bin ich selber, damit mein

Nächstenliebe

Für heute, den 09. September, findet sich in dem Buch „Ein Jahr mit C. S. Lewis – 366 Inspirationen aus seinen Werken“ folgendes: „Christliche Liebe“ oder „Nächstenliebe“ wird heute oft gleichgesetzt mit „Almosen geben“ oder „wohltätig sein“. Natürlich ist dieser Sinn auch darin enthalten, die ursprüngliche Bedeutung ist aber viel umfassender. Wie es zu der heutigen Bedeutungseinschränkung hat kommen können, ist leicht zu verstehen. Wenn ein Mensch „seien Nächsten liebt“, dann zeigt sich das nach

Schaff’s mit mir Gott, nach deinem Willen

Um das Jahr 1730 vertonte Johann Sebastian Bach einen wunderbaren Text von Benjamin Schmolck: „Schaff’s mit mir, Gott, nach deinem Will’n, Dir sei es alles heimgestellt. Du wirst mein Wünschen so erfüllen, Wie’s deiner Weisheit wohlgefällt. Du bist mein Vater, du wirst mich Versorgen, darauf hoffe ich.“ Dieses Lied wurde mir in letzter Zeit, besonders durch folgende Interpretation, zum Segen. Die Noten des Liedes, einige weitere ermutigende Verse daraus und weitere schöne Kompositionen von Bach stehen

Und fragst du die Wolken…

Gestern, während der Rückfahrt von Österreich nach Deutschland, ist mir das Lied „Und fragst du die Wolken“ von Johanna Ambrosius groß geworden. Obwohl ich das Lied schon lange besitze, ist mir bisher noch nie bewusst geworden was für einen Trost es verleiht. Daher, an alle Trauernde, Leidtragende und Geplagte: wir haben einen SOUVERÄNEN Gott! In dieser Gewissheit dürfen wir ruhen.   Und fragst du die Wolken da droben Warum sie so rosig glühen Warum sie