Christus allein

Der Ehrgeiz ist noch nicht tot

Als ich heute in der Mittagspause im Buch „Stille Gespräche – Seelsorge für Mitarbeiter“ von Johannes Busch blätterte, fiel mein Blick auf eine Passage, in der der Autor genau die Sorge formuliert, die mich in den letzten Tagen beschäftigt. Busch beschreibt unter den „Gefahren für junge Mitarbeiter“ u. a. folgendes Problem: „Der Ehrgeiz ist auch noch nicht tot. Warum ist eigentlich so viel Streit zwischen Mitarbeitern? Der Grund ist in der Regel, dass unser trotziges

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Friedrich Hänssler, 85!

Gestern ist der langjährige, ehemalige Leiter des Hänssler-Verlags 85 Jahre alt geworden. Friedrich Hänssler ist (laut meinem Empfinden) ein Gottesmann und Glaubensheld von dem man lernen sollte. Das Medienmagazin pro berichtet: Angetrieben hat ihn immer der Wunsch, „dass das Evangelium von Jesus Christus gelesen, gesehen, gehört, gesungen, gemailt und gechattet wird“. Dies blieb in der Öffentlichkeit nicht unbemerkt: Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, … und weiter: Im Gespräch mit Hänssler wird deutlich,

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Bonhoeffer: Sich selbst für den größten Sünder halten

Wieder einmal trifft Bonhoeffer den sprichwörtlichen Nagel auf dem Kopf: Schließlich muss noch ein Äußerstes gesagt werden. Sich nicht für klug halten, sich herunterhalten zu den Niedrigen, heißt ohne Phrase und in aller Nüchternheit: sich selbst für den größten Sünder halten. Das erregt den ganzen Widerspruch des natürlichen Menschen, aber auch den des selbstbewussten Christen. Es klingt wie eine Übertreibung, wie eine Unwahrhaftigkeit. Und doch hat Paulus selbst von sich gesagt, dass er der vornehmlichste,

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Der Gefühlschrist (2) – Sind Gefühle grundsätzlich zu verwerfen?

In einem vorherigen Beitrag habe ich R. C. Sproul zitiert, der die Gefahren eines gefühlsbetonten Christen aufzeigt. Jetzt stellt sich ja die Frage, ob Gefühle überhaupt keine Rolle spielen. John Piper macht in seiner Aussage deutlich, welche Position Gefühle im Glauben einnehmen sollten bzw. dürfen: Wahre Anbetung hat stets zwei Elemente: Gott sehen und ihn genießen. Diese zwei Dinge kann man nicht trennen. Um ihn zu genießen, muss man ihn sehen. Und wenn man ihn

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Die Sünde der falschen Scham

Wir wurden beim RWE am Samstag nachmittag Zeugen davon, dass viele Gläubige zugaben, sich des Zeugnisses vom Herrn Jesus zu schämen. Diese Not ist nicht neu. Bach hat sich in der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ damit auseinandergesetzt und deutlich gemacht, dass das Zeugnis das ganze Leben umfassen sollte (d.h. eben mit Herz und Mund und Tat und Leben). Der Chor singt entsprechend als Erstes: „Herz und Mund und Tat und Leben

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Johannes Busch (8): Die Mutter

Es hat mich in der Biografie von Johannes Busch wohl kaum jemand so beeindruckt, wie die Mutter der Busch-Brüder, Johanna Busch. Einige Auszüge sollen dies verdeutlichen: „Ja, neben Papa stand meine so prächtige Mutter. Als mich bei meiner Ordination der damalige Superintendent Niederstein fragte, wer mich bei meiner Theologie am meisten bestimmt und beeindruckt habe, da habe ich ihm ohne Zögern geantwortet: ‚Meine Mutter‘.“ S. 35 „Vor allem hatte sie eine innige Jesusliebe. Da sank

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Der Gefühlschrist

In einem der letzten Beiträge ging es um den Stellenwert von persönlichen geistlichen Erfahrungen. Eine der potenziellen Gefahren bei zu starker Betonung von Erfahrungen benennt R. C. Sproul: Was ist ein Gefühlschrist? Er ist jemand, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt, anstatt vom Verstehen des Wortes Gottes. Der Gefühlschrist ist nur dann zum Gottesdienst, Gebet oder Bibelstudium zu bewegen, wenn er sich danach fühlt. Sein geistliches Leben ist nie stärker, als seine momentanen Gefühle.

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Lehre und Leben (4): Kopfwissen rettet nicht

In dem Artikel „Halte fest“ (auf englisch) plädiert J. C. Ryle dafür, den Kampf für die Wahrheit zu führen, auch wenn er nicht populär ist. Ryle war ein Mann, der auf gesunde Lehre großen Wert legte. Folgende Passage machte mich jedoch nachdenklich: „Leser, es wird weder dich noch mich erretten, wenn wir alle Kontroversen kennen und alles erkennen können, was falsch ist. Kopfwissen wird weder dich noch mich in den Himmel bringen. Wir werden nicht

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Überinformiert?

In der aktuellen Ausgabe von „Unterwegs notiert“ (Nr. 70) bespricht Herbert Jantzen (ergänzt von Thomas Jettel) den Abschnitt Jakobus 3,13-18. Seine Anmerkung zum Vers 16 ist bedenkenswert: „Das Durcheinander ist das Ergebnis des Regimes des Teufels. Er zerstört die Reihenfolge und Ordnung Gottes. Der Teufel will alles durcheinander bringen. Zum Beispiel will er alles mit betäubender Musik füllen, damit es kaum noch Stille gibt. Oder er will alles mit Information füllen, damit Gott nicht mehr

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