Christus allein

Als ich am Kalvarienberg in Bad Tölz die Reformation feierte

Im November des letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit meiner Frau einen Spaziergang zum wunderschönen Kalvarienberg in Bad Tölz zu machen. Die Aussicht dort ist großartig: Weil es an diesem Tag zwar sehr schön, aber auch sehr kalt war, machten wir auch einen Abstecher in die Kalvarienbergkirche, die den Abschluss eines liebevoll gestalteten Kreuzweges bildet. Es ist spannend, die vielen Details in der Kirche zu analysieren. Im hinteren Teil der Kirche findet sich

Vom Vater des Glaubens lernen

In den ersten drei Kapiteln vom Römerbrief legt Paulus die totale Verderbtheit eines jeden Menschen dar, der aufgrund seiner Sünde unfähig ist, sich selbst durch Werke vor Gott zu rechtfertigen. Diese Darlegung mündet darin dass Paulus schreibt, dass die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nur durch den Glauben an Jesus Christus erlangt wird, der das Sühnopfer für unsere Sünden ist (Röm. 3,22-27). In Kapitel 4 führt Paulus dann Abraham als Vorbild für die Gerechtigkeit aus

Der Götze Werksgerechtigkeit

Die folgenden Worte schrieb Martin Luther 1527. Luther stellt treffend fest, dass Werksgerechtigkeit nichts anders als Götzendienst und eine Degradierung Gottes ist: Außerdem ist auch das ein falscher Gottesdienst und die höchste Abgötterei, was wir bisher getrieben haben und was noch in der Welt regieret, darauf auch alle geistlichen Stände gegründet sind, welche allein das Gewissen betrifft, dass da Hilfe, Trost und Seligkeit in eigenen Werken suchet, sich vermisst, Gott den Himmel abzuzwingen, und rechnet,

Von welchem Kapital leben wir?

Seit längerem beschäftige ich mich mit der Frage, wie Rechtfertigung und Heiligung zusammenhängen. In seinem Buch „Christus allein“ geht Bernhard Kaiser sehr gut auf diese Frage ein. Folgende Aussage bringt sehr gut zum Ausdruck, dass ein Christ, der der Heiligung nachjagt, sich immer wieder mit der Rechtfertigung in Christus beschäftigt und aus diesem „Schon jetzt“ lebt: „Die Imperative [hier die Aufforderungen zur Heiligung] weisen nicht auf eine erst noch zu schaffende, sondern auf die in Christus

Ist das Heil (un-)verlierbar?

Kaum ein Thema wird unter Christen so kontrovers diskutiert, wie die Frage nach der (Un-)Verlierbarkeit des Heils. Meistens geht man dabei von einem theologischen Konstrukt aus, wobei alle der jeweiligen Meinung entgegenstehenden Bibelstellen entsprechend umgebogen und wegdiskutiert werden (was übrigens oftmals für beide Seiten gilt!). Aber was ist dann die richtige Antwort auf diese Frage? Können wir überhaupt wissen, was richtig und falsch ist? Einen neueren Ansatz bieten die beiden Theologen Ardel Caneday und Thomas