Christus allein

Gute App: Prayer Mate

Ich habe vor einiger Zeit die App Prayer Mate entdeckt. Tim Challies behauptet, dass diese App „ohne Übertreibung sein Gebetsleben wieder neu belebt“ hat. Ich stimme ihm, nachdem ich sie nun auch bereits über ein Jahr nutze, voll zu! Nichtsdestotrotz gilt, was Andy Geers, der Entwickler der App, in einem Interview feststellt: „A lot of people tend to approach technology at two ends of a spectrum: either with immense scepticism (and I’ve had plenty of people

Der Predigtstil von Esra

Wie soll man predigen, damit ein Volk, dass sich zwar „Volk Gottes“ nennt, aber das Wort Gottes nicht wirklich kennt, wieder neu belebt wird? Emotional? Mit bewegenden Geschichten oder Erfahrungen? Mit der Moralkeule? Esra zeigt bereits im Alten Testament, dass er auf die Auslegungspredigt setzt: Esra öffnete das Buch vor aller Augen, denn er stand höher als das versammelte Volk. Als er das Buch aufschlug, erhoben sich alle. […] Man las aus dem Buch, dem Gesetz Gottes,

Menschliche Überlieferung, die von sündigen Narren geschaffen worden ist

Eine alte Erkenntnis von John Wyclif, die bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Wir stehen heute nicht weniger in der Gefahr, vergängliche Lehrer menschlicher Überlieferung mehr zu fürchten als das ewige Wort Gottes: „Wir sollten glauben, dass kein Mensch zur Macht befugt ist, es sei denn, er sage das Wort Gottes. Es darf nicht sein, dass irgendein Wort oder irgendeine Tat von Menschen die gleiche Autorität haben wie die heilige Schrift […] Gläubige sollten

Jeder Christ glaubt an die Souveränität Gottes

In dem Buch „Prädestination und Verantwortung. Gott und Mensch in der Verkündigung“ zeigt J. I. Packer, dass letztlich jeder Christ an die Souveränität Gottes glaubt, ob er sich nun zum Calvinismus bekennt oder nicht. Die Tatsache, dass wir beten, ist der erste Beweis dafür: Wenn der Christ betet, ist es nicht ein Versuch, auf Gott einen Druck auszuüben, sondern das demütige Eingeständnis der Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wenn wir vor ihm niederknien, ist uns bewusst, dass

Die Langmut Gottes

Der langmütige Gott – früher Wenn man sich die Geschichte Israels in der Bibel ansieht, muss man auf der einen Seite fast ständig Ungehorsam der Israeliten und auf der anderen Seite immer wieder eine besondere Eigenschaft Gottes feststellen: seine Langmut. Zum Beispiel wird in Nehemia 9 rückblickend auf die Zeit des Auszugs aus Ägypten und die Zeit danach geschaut. Das Volk Israel, das gerade von Gott aus der Sklaverei befreit wurde, murrt und möchte wieder

Die Bedrohung der Seele durch den Tod des Lesens

Philip Yancey hat in einem Artikel für die Washington Post ausgezeichnet beobachtet, wie das Internet und die sozialen Medien die Lesekultur beeinflussen und auch sein eigenes Leseverhalten verändert haben – und was dagegen zu tun ist. Sehr empfehlenswert: I am going through a personal crisis. I used to love reading. I am writing this blog in my office, surrounded by 27 tall bookcases laden with 5,000 books. Over the years I have read them, marked

Das Toben der Nationen

Vermehrte Terroranschläge, Bedrohung durch den Islam (und wie ihm dazu in Deutschland „der Hof gemacht wird“), die zunehmende Globalisierung und Auflösung der Demokratie, die Abschaffung christlicher Werte – zugegeben, es ist nicht die attraktivste Art einen Artikel mit so einer negativen Aufzählung zu beginnen. Aber genau diese Dinge spielen sich in der Welt ab und wirken insbesondere für uns Christen oft wie eine (übermächtige) Bedrohung, der wir uns nicht gewachsen sehen und die jetzt mit

Was ist „klassisch“ an der Ehe?

Mit der Erklärung der „Ehe für alle“ zur Gewissensfrage hat Angela Merkel eine erneute Debatte der Thematik gestartet. Das Hauptargument für die „Ehe für alle“, so scheint es, ist ein emotionales: Warum sollen zwei Menschen, die sich lieben, nicht heiraten (dürfen)? In einem Kommentar in der WELT heißt es, dass die Union nicht hat anerkennen wollen, „dass Schwule und Lesben sich zu den letzten glühenden Verteidigern einer Institution aufgeschwungen haben, die von linker Seite lange