Christus allein

Der Mensch im Mittelpunkt

Erwin Lutzer zitiert in einem seiner Bücher den bekannten Historiker Joseph Haroutunian: Früher ging es in der Religion um Gott. Früher war alles, was nicht unmittelbar zur Verherrlichung Gottes diente, böse. Heute ist alles Böse, was nicht zum Glück des Menschen beiträgt, und es wäre ungerecht und unmöglich, es Gott zuzuschreiben… Früher lebte der Mensch, um Gott zu verherrlichen, heute lebt Gott, um den Menschen zu dienen. in: Lutzer, Erwin, Ich und mein Gott, Bielefeld

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Gottes herrliches Wort

In der Biografie von Manfred Hellmann „Es geht kein Mensch über die Erde, den Gott nicht liebt – Das Leben Friedrich von Bodelschwinghs d. Ä.“ kommt die Liebe Bodelschwinghs zum Wort Gottes wie folgt zum Ausdruck (Bodelschwingh ist mit einem ungläubigen Freund unterwegs): Die erste Wegstrecke wanderten sie zusammen mit Professor Auberlen und einigen Studenten bis zum Weißenstein, dann war er mit seinem Freund und dem gemeinsamen Schweigen allein. „Je schwerer mir selbst aber das

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Der Mann, der die Bedeutung des Endes missverstand

Ich lese zurzeit eine Biografie von C. S. Lewis (hier zu kaufen, das Buch ist schon aufgrund der wunderbaren Beschreibungen von Oxford und den damaligen Verhältnissen lesenswert) und muss sagen, dass mich Lewis beeindruckt. Folgender Ausschnitt aus seinem Werk „Die große Scheidung“ zeigt – wie viele andere Schriften auch – sein Talent. Ich möchte insbesondere auf den letzten Satz aufmerksam machen: Der Lehrer erzählt eine Geschichte „Vor kurzer kam eine Kreatur her und kehrte wieder

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Das Kreuz – Verbindung zwischen Gott und Mensch

Was für eine Bedeutung hat der Tod Jesu am Kreuz für die Menschheit und das Individuum? Geht es hier um meine persönliche Bestätigung im Sinne von „Wie wertvoll ich für Gott bin, dass er einen so hohen Preis zu zahlen bereit war“? Dient das Kreuz nur dazu, meinen Selbstwert zu steigern, wie es u. a. Teile der Gemeindewachstumsbewegung proklamieren? John Piper zeigt am Beispiel der Predigtgestaltung auf, welche (grundlegende) Bedeutung das Kreuz (und damit das

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Der Gefühlschrist (2) – Sind Gefühle grundsätzlich zu verwerfen?

In einem vorherigen Beitrag habe ich R. C. Sproul zitiert, der die Gefahren eines gefühlsbetonten Christen aufzeigt. Jetzt stellt sich ja die Frage, ob Gefühle überhaupt keine Rolle spielen. John Piper macht in seiner Aussage deutlich, welche Position Gefühle im Glauben einnehmen sollten bzw. dürfen: Wahre Anbetung hat stets zwei Elemente: Gott sehen und ihn genießen. Diese zwei Dinge kann man nicht trennen. Um ihn zu genießen, muss man ihn sehen. Und wenn man ihn

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Die Sünde der falschen Scham

Wir wurden beim RWE am Samstag nachmittag Zeugen davon, dass viele Gläubige zugaben, sich des Zeugnisses vom Herrn Jesus zu schämen. Diese Not ist nicht neu. Bach hat sich in der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ damit auseinandergesetzt und deutlich gemacht, dass das Zeugnis das ganze Leben umfassen sollte (d.h. eben mit Herz und Mund und Tat und Leben). Der Chor singt entsprechend als Erstes: „Herz und Mund und Tat und Leben

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IMSLP

Das IMSLP steht für International Music Score Library Project und bildet wohl die größte Datenbank mit einer unglaublichen Fülle an Notenmaterial der Werke der klassischen Komponisten. Kantaten von Bach gibt es in Hülle und Fülle. Teilweise gibt es auch hörenswerte Aufnahmen. Z.B. das Streich-Oktett op. 20 von Felix Mendelssohn. Herrlich! Parallel dazu kann man dann natürlich auch die Noten als PDF öffnen und verfolgen (hier). Es lohnt sich, vorbeizuschauen!

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Johannes Busch (8): Die Mutter

Es hat mich in der Biografie von Johannes Busch wohl kaum jemand so beeindruckt, wie die Mutter der Busch-Brüder, Johanna Busch. Einige Auszüge sollen dies verdeutlichen: „Ja, neben Papa stand meine so prächtige Mutter. Als mich bei meiner Ordination der damalige Superintendent Niederstein fragte, wer mich bei meiner Theologie am meisten bestimmt und beeindruckt habe, da habe ich ihm ohne Zögern geantwortet: ‚Meine Mutter‘.“ S. 35 „Vor allem hatte sie eine innige Jesusliebe. Da sank

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Zur Situationsethik

In den letzten Artikeln in diesem Blog ging es um die Frage nach der Situationsethik. Konkret: Darf ein Christ in bestimmten Situationen lügen? Darf er in bestimmten Situationen gegen das Gesetz handeln? Darf er in bestimmten Situationen dem Ältesten der Gemeinde ungehorsam sein? Um diese Frage zu beantworten, führt fast kein Weg an Bonhoeffer vorbei. Ich habe nicht die Zeit, sehr ausführlich darauf einzugehen, möchte aber auf seine „Ethik“ (hier gebraucht zu erwerben, bei mir auszuleihen)

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Der Gefühlschrist

In einem der letzten Beiträge ging es um den Stellenwert von persönlichen geistlichen Erfahrungen. Eine der potenziellen Gefahren bei zu starker Betonung von Erfahrungen benennt R. C. Sproul: Was ist ein Gefühlschrist? Er ist jemand, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt, anstatt vom Verstehen des Wortes Gottes. Der Gefühlschrist ist nur dann zum Gottesdienst, Gebet oder Bibelstudium zu bewegen, wenn er sich danach fühlt. Sein geistliches Leben ist nie stärker, als seine momentanen Gefühle.

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