Christus allein

Kontextualisierung: Missbrauch eines berechtigten Anliegens

Kontextualisierung ist ein Modewort unter den Evangelikalen. Es wird oft mit dem Anspruch verbunden, dass Evangelium durch die Anpassung an die jeweilige Kultur den Menschen näher bringen zu können. John MacArthur legt jedoch zurecht den Finger in die Wunde, wenn er schreibt: „By contrast, the “contextualization” of the gospel today has infected the church with the spirit of the age. It has opened the church’s doors wide for worldliness, shallowness, and in some cases a

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"Erfahrungen" mit Gott?

Eine interessante Debatte läuft derzeit bei Theoblog, die mit der Frage nach der Notwendigkeit eines Theologiestudiums beginnt und schnell zu Fragen wie „Redet Gott auch neben der Bibel zu uns?“ oder „Wie erkenne ich Gottes Willen?“ übergeht. Ron Kubsch schreibt beispielsweise: „Ich möchte, wo wir schon mal bei dem Thema gelandet sind, den Fokus bei dem allseits angepriesenen “Hörende Gebet” lassen und nicht darüber diskutieren, ob Gott zu uns sprechen kann oder spricht. Darum geht

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Darf man Sherlock Holmes lesen?

In einem Gespräch unter einigen Brüdern am Gemeindetag kam die Frage auf, ob „weltliche“ Literatur wie etwa „Sherlock Holmes“ von einem Christen gelesen werden dürfe. Im Blog vom Crossway Verlag erschien passend dazu kürzlich ein Artikel unter der Frage „Wie setze ich Prioritäten in dem, was ich lese?“. Dort werden sechs Punkte genannt: Lesen der Bibel. Lesen um Christus zu erkennen und sich an ihm zu erfreuen. Lesen um geistliche Werte zu entflammen. Lesen um

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Lehre und Leben (4): Kopfwissen rettet nicht

In dem Artikel „Halte fest“ (auf englisch) plädiert J. C. Ryle dafür, den Kampf für die Wahrheit zu führen, auch wenn er nicht populär ist. Ryle war ein Mann, der auf gesunde Lehre großen Wert legte. Folgende Passage machte mich jedoch nachdenklich: „Leser, es wird weder dich noch mich erretten, wenn wir alle Kontroversen kennen und alles erkennen können, was falsch ist. Kopfwissen wird weder dich noch mich in den Himmel bringen. Wir werden nicht

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Ryrie ist nicht Ryle

In dem heutigen Gespräch hat sich ein Fehler eingeschlichen: Ryrie, der in dem Buch kritisch erwähnt wurde, ist nicht Ryle, der „Mann mit Bart“, den ich bereits zitiert habe und auch sonst nur empfehlen kann. Für die Biographie-Liebhaber gibt es hier unter dem Titel „Ein Mann wie Granit mit dem Herzen eines Kindes“ ein lesenswertes Buch über ihn. In der Beschreibung heißt es: „John Charles Ryle wuchs in einer gut situierten Familie in England auf – sein Vater

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Überinformiert?

In der aktuellen Ausgabe von „Unterwegs notiert“ (Nr. 70) bespricht Herbert Jantzen (ergänzt von Thomas Jettel) den Abschnitt Jakobus 3,13-18. Seine Anmerkung zum Vers 16 ist bedenkenswert: „Das Durcheinander ist das Ergebnis des Regimes des Teufels. Er zerstört die Reihenfolge und Ordnung Gottes. Der Teufel will alles durcheinander bringen. Zum Beispiel will er alles mit betäubender Musik füllen, damit es kaum noch Stille gibt. Oder er will alles mit Information füllen, damit Gott nicht mehr

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Johannes Busch (7): Welche Rolle spielt die Kunst?

Eine Seite in den Predigten von Wilhelm Busch, die mich schon immer faszinierte, ist seine Begeisterung für die großen Maler. Zuerst empfand ich es – und so wird es wahrscheinlich, von unserer Prägung her, fast allen gehen – als befremdend. Was haben Christen mit Kunst zu tun? Doch lest selbst, wie man auch oder gerade als Künstler seinen Glauben wunderbar bezeugen kann. Busch schreibt über seine Mutter, die in Zusammenarbeit mit einem Maler die Kirche

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Lehre ist Leben (3): Die Kraft liegt in der Wahrheit

Unter Spurgeons Kanzel haben unzählige Menschen ihre Bekehrung erlebt. Worin lag die Kraft seines Dienstes? Wolfgang Bühne schreibt in einem Nachwort in dem Andachtsbuch „Auf dein Wort“ (gibt es hier als PDF), dass auf Auszügen aus den Predigten Spurgeons aufbaut: „Spurgeon predigte ein unverkürztes, kompromißloses Evangelium. Die völlige Verlorenheit des natürlichen Menschen, die unwiderrufliche Rechtfertigung durch den Glauben an das stellvertretende Opfer Jesu, der Glaubensgehorsam des Christen dem Wort Gottes gegenüber […].“ (S. 374) Spurgeons

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Johannes Busch (6): Pietismus

Lothar Gassmann hat mit seinem Buch „Pietismus wohin?“ im Jahr 2004 zurecht das Augenmerk auf kritische Entwicklungen bei den „Stillen im Lande“ gerichtet (übrigens mit Vorwort von Wolfgang Nestvogel). Doch der heute vielfach vom Worte Gottes distanzierte Pietismus zeichnete sich einst durch das Gegenteil aus: Bibeltreue in Lehre und Leben. Von daher ist es auch zu verstehen, dass Wilhelm Busch die Kritik von Karl Barth, der Pietismus habe zu sehr den Menschen im Fokus und

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