Christus allein

Der Nutzen fundamentaltheologischer Debatten

Unter August Hermann Francke erlebte der lutherische Pietismus um 1700 einen enormen Aufschwung und wurde zur „prägenden geistlichen Macht der Zeit.“ In der theologischen Ausbildung lag der Schwerpunkt in Halle auf der biblischen Exegese und praktischen Theologie. Die Bibel sollte im Zentrum des Theologiestudiums stehen. Damit grenzte sich der Pietismus von der Orthodoxie ab, deren Fokus eher auf fundamentaltheologischen, systematischen und philosophischen Fragestellungen lag. Die „intellektuelle Auseinandersetzung mit den Grundproblemen der Zeit […] blieb schwach.“ Der Kirchengeschichtler

Vorbereitung auf Ostern

Wie haben sich die Christen der Alten Kirche auf das Osterfest vorbereitet? Armin Sierszyn erklärt: Ostern ist schon im 2. Jahrhundert das größte Fest der Christenheit. Die ganze Karwoche hindurch bereiten sich eifrige Gläubige durch Fasten und Beten auf dieses Hauptfest vor. In der Osternacht versammelt sich die Gemeinde zu Schriftlesungen, Gebeten usw. […] Mit Jubel wird das anbrechende Osterlicht begrüßt. In der Gemeinde zu Antiochia singt ein großer Frauenchor. Am Ostertag tauft der Bischof

Luther: Ich habe nichts getan, das Wort hat alles bewirkt

Die Reformation im 16. Jahrhundert brachte bekanntermaßen gewaltige Veränderungen mit sich. Doch während ein sog. radikaler Flügel diese Veränderungen rigoros und rücksichtslos durchsetzen wollte, warnte Luther: Die Sache ist wohl gut, aber das Eilen ist zu schnell […] Du sprichst: Es ist richtig nach der Schrift. Das bekenne ich auch, aber wo bleibt die Ordnung? […] Zwingen will ich niemanden, denn der Glaube will willig, ungenötigt angenommen werden […]; ich habe allein Gottes Wort getrieben,