Edith Schaeffer (1914-2013)

Edith Schaeffer

Ich habe eben erfahren, dass Edith Schaeffer, die Frau von Francis Schaeffer, heute morgen heimgegangen ist. Ich bin sehr froh, dies Ehepaar und ihre Arbeit in den letzten Jahren durch verschiedene Bücher kennen gelernt zu haben. Schaeffers haben mir gezeigt, dass Gott auch in unserer Zeit noch Großartiges bewirkt. Ich bin auch sehr dankbar für den theologischen Einfluss, den ihre Bücher auf mich ausgeübt haben.

In unserem Blog haben wir bereits einige Beiträge von und über Francis Schaeffer veröffentlicht. Empfehlen möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich das Buch „Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri“ von Edith Schaeffer, auf dass ich hier eingehe.

Danke, Herr, für Edith Schaeffer!

Was wir von Francis Schaeffer lernen können (7): Gottes Gebote zeigen uns in die eigentliche Wirklichkeit

Welche Rolle spielten die Zehn Gebote für Francis Schaeffer? Udo Middelmann, Schwiegersohn der Schaeffers, erläutert:

„Die Gebote Gottes trennen uns nicht von der Wirklichkeit und führen uns in eine geschlossene fromme Gemeinschaft, sondern legen uns die eigentliche Wirklichkeit offen vor Augen. […] Jedes der Gebote Gottes umschreibt einen Teil der Realität und deckt dadurch törichte Vorstellungen auf, um deren Umsetzung zu verhindern. […] Kein Gebot ist von rein religiöser Natur. Es beschreibt vielmehr Form und Funktion der eigentlichen Welt, so wie der Gott der Bibel sie geschaffen hat.“ (Middelmann, S. 85)

Was passiert, wenn jemand die Gebote missachtet und gegen sie lebt?

„Es ist gerade so, als ob jemand mit seinem Kopf gegen eine solide Wand hämmert und dabei singt: ,Sie ist nicht da, die Wand, o nein, sie ist – autsch! – nicht da […]“ (Edith Schaeffer, S. 10)

Deutlicher kann man es nicht sagen.

aus:

Udo Middelmann: Der ungewöhnliche Francis A. Schaeffer, in: Ron Kubsch (Hg.): Wahrheit und Liebe. Was wir von Francis Schaeffer für die Gegenwart lernen können. vkw: Bonn 2007, S. 79-92.
Edith Schaeffer: überlebenshilfe. Die Zehn Gebote. Hänssler: Neuhausen-Stuttgart 1984.

Edith Schaeffer: Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri

Ich habe in den letzten Tagen das Buch „Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri“ von Edith Schaeffer (Preis bei Amazon: 0,01 EUR) verschlungen und möchte, noch tief beeindruckt, zur Nachahmung aufrufen. Die Beschreibung auf dem Buchrücken fasst den Inhalt des Buches kurz zusammen:

„Edith Schaeffer, die Frau von Dr. Francis Schaeffer, erzählt lebendig und anschaulich die bemerkenswerte Geschichte von L`Abri (dt. »Obdach«). Im Jahre 1955 zieht die Familie Schaeffer in ein Chalet in die Schweizer Alpen, um einen Ort der Begegnung zu gründen: ohne Geld und ohne konkrete Vorstellungen über ihre Arbeit, aber in der Gewissheit, dass dies ihre Aufgabe ist … Und was mit dem kleinen Chalet begann, entwickelte sich zu einer ganzen Kommunität. Menschen aus allen Lebenbereichen und allen Ländern kommen bis heute nach L’Abri, auf der Suche nach Sinn und Ziel ihres Lebens. Dort finden Sie Christen, die sich persönlich um sie kümmern, ihnen zuhören und Ihnen dabei helfen, Antworten zu finden. Ein fesselndes Buch über eine ungewöhnliche Arbeit, die sich bis heute weltweit in verschiedene Länder verbreitet hat. Es erzählt davon wie Gott heute noch Menschen verändert und gebraucht.“

Es ist ein Buch, dass mir durch die vielen darin beschriebenen Gebetserhörungen deutlich die Wirklichkeit Gottes vor Augen geführt hat. Es hat mich ermutigt, auf auch in schwierigen Phasen Gottes unfehlbarer Führung zu vertrauen und ihm Großartiges zuzutrauen.
Der besondere Reiz von L’Abri liegt für mich auch in der Feststellung (die sich durch die ganze Geschichte zieht), dass objektiver, in gewisser Weise „kühler“ Intellekt und persönlicher, kindlicher Glaube kein Widerspruch sind. Vielmehr ergeben Vernunft und Glaube erst zusammen ein Ganzes.
Das Buch hat mich schließlich auch ermutigt, auch über Gottes Plan für unser Leben neu nachzudenken und um seine Führung zu beten.
Absolute Leseempfehlung für die freien Tage im Sommer!