Christus allein

Prädestination oder freier Wille?

Erwin Lutzer  führt nach einer kurzen Gegenüberstellung der beiden Positionen, die klassisch durch Erasmus (freier Wille) und Luther (unfreier Wille) vertreten wurden, folgenden hilfreichen Vergleich an: …die heutigen Evangelikalen sehen den Menschen als einen Ertrinkenden, dem Gott in seiner Gnade ein Seil zuwirft. Ob der Ertrinkende nach dem Seil greift oder nicht, das liege an seiner eigenen freien Entscheidung und Bereitwilligkeit. Und hat er einmal das Seil gepackt, muss er es festhalten bis zum Schluss.

Warum gibt es so viel Streit unter Christen?

„Das Christentum kann nicht wahr sein, denn sonst würde es nicht so viele Streitigkeiten und Denominationen unter Christen geben.“ Bist du schon einmal dem Argument begegnet? Wie würdest du darauf reagieren? Erwin Lutzer bespricht in seinem Buch „Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums“ die wichtigsten Debatten in der Kirchengeschichte. Er nennt in der Einführung vier Gründe, warum sich die Christen so schwer tun, absolut einig zu sein: Der Mensch ist begrenzt in

Jesus aus der Entfernung nachfolgen?

– ein Beitrag von Jürgen: Wenn man aus der Entfernung nachfolgt, wird man leicht ein Opfer der vielen Gefahren auf dem Wege. Es gibt kein konstantes geistliches Leben aus der Entfernung: entweder folgen wir Jesus nach und kommen ihm immer näher, oder wir driften immer weiter von ihm ab. Niemand ist stark genug, um das geistliche Leben zu bewältigen, wenn man Jesus nicht nah ist. – Erwin W. Lutzer

Wenn ihr urteilt…

Heute, beim Durchblättern der Zeitschrift „forum für Braker Ehemalige“, (wir bekommen die Zeitschrift regelmäßig, weil mein Vater vor Jahren die Bibelschule Brake absolviert hat) entdeckte ich eine interessante Rezension des Buches „Wer bist du, dass du andere richtest? Lernen zwischen Wahrheit, Halbwahrheit und Lüge zu unterscheiden“, heute unter dem Titel “ ‚Wenn ihr urteilt…‘ Leben zwischen Richtgeist und Toleranz“ erhältlich (z. B. hier), von Erwin Lutzer. Anke Hillebrenner schreibt: Leben und leben lassen. Die Postmoderne

Theologie vs. "Einheit" – Die Wichtigkeit von reiner Lehre

Erwin Lutzer schreibt in dem Buch „Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums“ am Schluss über die Tendenz, die Einheit der Kirche mit allen Mitteln zu erreichen – während die Lehre darunter leidet, wie er meint (und ich übrigens auch denke): Heute gilt Toleranz vielmehr als lehrmäßige Genauigkeit. Wir haben uns an christliche Talkshows gewöhnt, in denen Erfahrungen groß und Lehre sehr klein geschrieben werden. Einige der Kardinalforderungen christlicher Publizistik ist

Der Mensch im Mittelpunkt

Erwin Lutzer zitiert in einem seiner Bücher den bekannten Historiker Joseph Haroutunian: Früher ging es in der Religion um Gott. Früher war alles, was nicht unmittelbar zur Verherrlichung Gottes diente, böse. Heute ist alles Böse, was nicht zum Glück des Menschen beiträgt, und es wäre ungerecht und unmöglich, es Gott zuzuschreiben… Früher lebte der Mensch, um Gott zu verherrlichen, heute lebt Gott, um den Menschen zu dienen. in: Lutzer, Erwin, Ich und mein Gott, Bielefeld